10 besorgniserregende Gründe warum Zucker schlecht für uns ist

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Zuckerzusatz ist der schlimmste Bestandteil der modernen Ernährung. Er kann schädliche Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben und ist ein Risiko für alle möglichen Krankheiten. Hier sind 10 Gründe warum wir Zucker wie die Pest meiden sollten:

1. Zuckerzusatz enthält keinerlei Nährstoffe und ist schlecht für die Zähne

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Wahrscheinlich habt ihr es schon eine Million Mal gehört aber es ist dennoch eine weitere Erwähnung wert. Zuckerzusatz wie Saccharose und High Fructose Maissirup enthalten eine ganze Menge Kalorien aber KEINE essentiellen Nährstoffe. Aus diesem Grund werden Sie auch als leere Kalorien bezeichnet. Es gibt keine Proteine, essentielle Fettsäuren, Mineralien oder Vitamine in Zucker, nur reine Energie. Wenn wir 10-20% unserer täglichen Kalorien in Form von Zucker zu uns nehmen kann dies zu großen Problemen und einem Nährstoffmangel führen. Außerdem ist Zucker sehr schlecht für unsere Zähne, da er leicht verdauliche Energie für die schädlichen Bakterien in unserem Mundraum darstellt (1).

Zusammenfassung: Zucker enthält viele Kalorien und keine Nährstoffe. Er fördert außerdem Karies, da er die schädlichen Bakterien in unserem Mund mit Nahrung versorgt.

2. Zuckerzusatz enthält viel Fruktose und kann die Leber überlasten

Um zu verstehen warum Zucker so schlecht für uns ist müssen wir verstehen, was in ihm steckt. Bevor der Zucker in unseren Blutkreislauf eintritt wird er im Verdauungstrakt in zwei einfach Zucker aufgespaltet: Glukose und Fruktose.

  • Glukose wird in jeder lebenden Zelle auf diesem Planeten gefunden und kann vom Körper selbst gebildet werden wenn es nicht über die Nahrung aufgenommen wird.
  • Fruktose ist anders. Es gibt keinen physiologischen Bedarf und unser Körper kann sie auch nicht selbst produzieren. Das Problem mit Fruktose ist, dass sie nur in der Leber verarbeitet werden kann.

Das ist in der Regel auch kein Problem, wenn wir nur eine kleine Menge Fruktose zu uns nehmen (zum Beispiel indem wir Obst essen) oder gerade eine Trainingseinheit beendet haben. In diesem Fall wird die Fruktose in Glykogen umgewandelt und in der Leber gespeichert bis wir es benötigen. Glykogen wird bei Bedarf in Muskelzellen umgewandelt (2). Wenn die Leber aber voller Glykogen ist (was bei einem hohen Zuckerkonsum der Fall ist) und wir weiterhin Fruktose konsumieren wird die Leber überlastet und ist dazu gezwungen das Glykogen in Fett umzuwandeln (3).
Wenn wir immer wieder große Mengen Zucker essen kann dieser Prozess zu einer Fettleber und vielen weiteren gesundheitlichen Problemen führen (4).

Beachtet bitte, dass all dies nicht für Obst gilt. Es ist beinahe unmöglich zuviel Fruktose durch zuviel Obst aufzunehmen. Außerdem gibt es auch hier Unterschiede. Aktive, gesunde Menschen können deutlich mehr Zucker vertragen als diejenigen, die nach einer High-Fat, High-Carb Ernährung leben und sich nicht oder nur wenig bewegen.

Zusammenfassung: Bei inaktiven Menschen mit ungesunden Essgewohnheiten kann Fruktose durch zuviel Zucker zu einer Fettleber führen.

3. Eine mit Fruktose überlastete Leber kann zu einer nicht-alkoholischen Fettleber führen

No sugar

No sugar

Wenn Fruktose in der Leber in Fett umgewandelt wird, wird sie als VLDL-Cholesterin wieder ausgeschieden. Dabei wird jedoch nicht alles wieder ausgeschieden und ein Teil verbleibt in der Leber, was zu einer nicht-alkoholischen Fettleber (NASH) führen kann. Dabei handelt es sich um ein wachsendes Problem in den westlichen Ländern, welches eng mit Stoffwechselkrankheiten verbunden ist (5). Studien zeigen, dass Menschen mit einer Fettleber 2-3 Mal mehr Fructose konsumieren als der Durchschnitt (6,7).

Zusammenfassung: Zuviel Fruktose wird in Fett umgewandelt, was in der Leber gespeichtert wird und zu einer nicht-alkoholischen Fettleber führen kann.

4. Zucker kann eine Insulinresistenz verursachen, einem Risiko für Stoffwechselkrankheiten und Diabetes

Insulin ist ein sehr wichtiges Hormon in unserem Körper. Es ermöglicht Glukose (Blutzucker) in die Zellen unseres Blutkreislaufes einzudringen und ermöglicht es, dass die Zellen die Glukose anstatt Fettzellen verbrennen. Zu viel Glukose im Blut ist hochgiftig und führt zu den bekannten Komplikationen von Diabetes, wie zum Beispiel Blindheit. Ein Merkmal der Stoffwechselstörung, die durch unsere westliche Ernährung verursacht wird, ist, dass das Insulin nicht mehr so funktioniert wie es sollte, der Betroffene wird dagegen resistent. Dies wird auch als Insulinresistenz bezeichnet, wovon vermutet wird, dass es eine der Hauptursachen vieler Krankheiten ist wie zum Beispiel Stoffwechselkrankheiten, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und besonders Diabetes Typ II (8). Viele Studien zeigen, dass der Zuckerverbrauch mit Insulinresistenz zusammenhängt, insbesondere dann, wenn er in großen Mengen konsumiert wird (9).

Zusammenfassung: Wenn wir zu viel Zucker essen kann dies zu einer Resistenz gegen das Hormon Insulin führen und dadurch viele Krankheiten auslösen.

5. Die Insulinresistenz kann zu Typ II Diabetes führen

Zuckerhaltige Getränke

Wenn unsere Zellen resistent gegen Insulin werden produziert unsere Bauchspeicheldrüse automatisch mehr davon. Dieser Prozess ist besonders kritisch, da ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel schwere Schäden verursachen kann. Schreitet die Insulinresistenz weiter fort kann die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin produzieren um die Blutzuckerspiegel niedrig zu halten. Ab diesem Punkt wird der Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen und Typ II Diabetes diagnostiziert werden. Da Zucker zu einer Insulinresistenz führen kann ist es nicht verwunderlich, dass Menschen die gesüßte Getränke trinken ein bis zu 83% höheres Risiko haben an Typ II Diabetes zu erkranken (10,11).

Zusammenfassung: Wegen seinem negativen Einfluss auf die Wirkung von Insulin ist Zucker eine der Hauptursachen von Typ II Diabetes.

6. Zucker kann Krebs auslösen

Krebs ist eine der der führenden Todesursachen weltweit und durch ein unkontrolliertes Zellwachstum gekennzeichet. Insulin ist eines der wichtigsten Hormone zur Wachstumsregulierung. Daher glauben viele Forscher, dass ein ständig erhöhter Insulinspiegel in Folge eines erhöhten Zuckerkonsums die Bildung von Krebszellen begünstigen kann (12). Außerdem sind die Stoffwechselprobleme die mit einem hohen Zuckerkonsum einhergehen ein Treiber für Entzündungen, einer weiteren Ursache von Krebserkrankungen (13). Verschiedene Studien zeigen, dass Menschen mit einem hohen Zuckerkonsum ein deutlich höheres Risiko haben an Krebs zu erkranken (14,15).

Zusammenfassung: Es gibt einige Hinweise darauf, dass Zucker durch seine schädlichen Einflüsse auf unseren Stoffwechsel Krebs verursachen kann.

7. Durch seinen Einfluss auf Hormone und Gehirn hat Zucker einen einzigartigen „Hunger-Förderungs-Effekt“

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Nicht alle Kalorien sind gleich beschaffen. Verschiedene Lebensmittel können unterschiedliche Auswirkungen auf unser Gehirn und die Hormone haben die die Nahrungsaufnahme kontrollieren. Studien zeigen, dass zum Beispiel Glukose einen vollkommen anderen Effekt auf unser Sättigungsgefühl hat wie Fruktose. In einer Studie tranken die Testpersonen entweder ein mit Fruktose oder Glukose gesüßtes Getränk. Die Fruktose-Trinker hatten im anschließenden Test eine viel geringere Aktivität in den Sättigungszentren des Gehirns und fühlten sich im allgemeinen deutlich hungriger (16). Eine weitere Studie besagt, dass Fruktose das Hunger-Hormon Ghrelin nicht annähernd so senken kann wie Glukose (17). Da Kalorien in Form von Zucker nicht sättigend wirken können sie im Laufe der Zeit zu einer erhöhten Kalorienzufuhr führen.

Zusammenfassung: Fruktose löst weder Sättigungsgefühle in unserem Gehorn aus, noch senkt es das Hunger-Hormon Ghrelin so sehr wie Glukose.

8. Weil Zucker zur Ausschüttung großer Mengen Dopamin im Gehirn führt besteht eine hohe Suchtgefahr

Wie viele herkömmliche Drogen verursacht Zucker eine Freisetzung von Dopamin im Belohnungszentrum des Gehirns (18). Das Problem von Zucker und anderem Junk Food ist, dass sie eine massive Freisetzung von Dopamin verursachen können, viel mehr als natürliche Lebensmittel dies könnten (19) und dies bei Menschen mit einer Anfälligkeit für Suchterkrankungen zu einer Sucht nach Zucker oder Junk-Food führen kann (20). Für Menschen die süchtig sind hilft auch die Einstellung „Alles in Maßen“ nicht mehr, da eine Vermeidung der Suchtstoffe die einzige Chance auf Heilung ist.

Zusammenfassung: Da Zucker zur Freisetzung einer großen Menge Dopamin im Gehirn führt kann er bei vielen Menschen eine Sucht auslösen.

9. Zucker ist eine der Hauptursachen für Fettleibigkeit bei Erwachsenen und Kindern

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Die Art und Weise wie Zucker unser Gehirn und unsere Hormone beeinflusst ist ein Freifahrtschein in eine übergewichtige Katastrohe. Er führt zu einem verminderten Sättigungsgefühl, kann süchtig machen und so Menschen dazu führen die Kontrolle über ihren Verbrauch zu verlieren. Es überrascht daher nicht, dass in allen Altersgruppen diejenigen den meisten Zucker verbrauchen, die am ehesten zu Übergewicht und Fettleibigkeit neigen. Viele Studien haben den Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Zuckerkonsum untersucht und fanden eine starke Assoziation (21). Dieser Zusammenhang ist bei Kindern besonders ausgeprägt, da jedes gesüßte Getränk das Risiko an Fettleibigkeit zu erkranken um kolossale 60% anhebt (22). Wenn ihr also Gewicht verlieren wollt ist die Einschränkung von Zucker das Beste was ihr tun könnt.

Zusammenfassung: Durch seine Auswirkungen auf unsere Hormone und unser Gehirn lässt Zucker das Risiko übergewichtig oder sogar fettleibig zu werden dramatisch ansteigen.

10. Es ist nicht das Fett… es ist der ZUCKER, der unseren Cholesterinspiegel ansteigen lässt und zu Herzinfarkten führt

Seit Jahrzehnten haben wir gesättigte Fettsäuren für Herzerkrankungen verantwortlich gemacht, die Nummer 1 Todesursache weltweit. Neue Studien haben jetzt aber bewiesen, dass gesättigte Fettsäuren absolut harmlos sind (23,24). Die Beweise, dass Zucker und nicht Fett die Hauptursache für Herzerkrankungen ist, bedingt durch die schädlichen Auswirkungen von Fruktose auf unseren Stoffwechsel (25). Studien zeigen jetzt, dass große Mengen an Fruktose Triglyceride, kleine dichte LDL und oxidiertes LDL erhöhen sowie den Blutzucker, Insulinspiegel und die abdominale Adipositas in weniger als 10 Wochen erhöhen (26). Das alles sind wichtige Risikofaktoren für Herzerkrankungen. Es ist daher wenig überraschend, dass viele Beobachtungsstudien einen Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und dem Risiko von Herzerkrankungen sehen (27,28,29).

 

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