5 Fakten warum du Weißmehl unbedingt noch heute aus deinem Ernährungsplan streichen solltest

Der Konsum von Weißmehl ist in vielerlei Hinsicht als problematisch anzusehen. Obwohl seit Jahrhunderten Weizen als Grundnahrungsmittel genossen wird und weitgehend unverarbeitet für Brot, Nudeln und Kuchen verwendet wird, gilt er mittlerweile als ungesund und Dickmacher. Eine Vielzahl an Studien belegt die Entstehung von Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, welche im engen Zusammenhang mit dem Weißmehl stehen.

Um die Risiken zu mindern solltest du den Konsum von Weißmehl streng eingrenzen und Produkte aus Vollkornmehl bevorzugen. Du fragst dich warum Weißmehl so schädlich ist? Wir kennen 5 Fakten, welche eindeutig dafür sprechen auf Weißmehl zu verzichten und auf Alternativen umzusteigen:

 

1. Weißmehl verursacht Gewichtsprobleme

Weißmehl ist ein isoliertes Produkt mit einem sehr hohen Anteil an Kohlenhydraten. Dadurch, dass der Ballaststoffgehalt sehr gering ist, bzw. überhaupt nicht existent ist, wird die Stärke im Dünndarm sehr schnell in reinen Zucker aufgespaltet. Der Zucker gelangt direkt ins Blut, wo er den Blutzuckerspiegel mit großer Geschwindigkeit enorm in die Höhe treibt – genauso schnell wie das gewöhnlicher Haushaltszucker macht.

Durch den hohen Zuckergehalt und des doch niedrigen Nährstoffgehaltes, kann ein Konsum von Weißmehl zu extremer Gewichtszunahmen führen.

Durch den extrem hohen Zuckergehalt und die geringe Nährstoffdichte kann der Verzehr von Weißmehlprodukten insbesondere bei fehlender Bewegung zu einer ungewollten Gewichtszunahme beitragen und im schlimmsten Fall sogar zu Diabetes führen. Die Zuckerbestandteile aus Weißmehl werden nämlich schnell wieder verbraucht und der Blutzuckerspiegel sinkt wieder stark ab, wodurch man schneller wieder Hunger bekommt und insgesamt mehr isst.

Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index wie Weißmehlprodukte, lösen durch die schnelle Aufnahme eine vermehrte Ausschüttung von Insulin aus und regen dadurch den Körper dazu an, Kohlenhydrate, bzw. Glucose besonders schnell in Fett umzuwandeln.

Der glykämische Index ist ein Maß, der die Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel bestimmt. Je mehr Kohlenhydrate und Glucose in einem Nahrungsmittel enthalten sind und je leichter und schneller es verdaulich ist, desto schneller gelangt Glucose ins Blut und desto höher ist auch der glykämische Index.

Das umgewandelte Fett lagert sich vor allem in der Leber ab, wo eine Fettleber entstehen kann, welche Diabetes begünstigt.

 

2. Weißmehl steht in engem Zusammenhang mit Gallensteinen

Gallensteine entwickeln sich tendenziell häufiger bei Menschen, die isolierte Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehl zu sich nehmen. Um die Entstehung von Gallensteinen zu vermeiden, solltest du deine Ernährung anpassen und auf einen fettarmen Ernährungsplan setzen und niedermolekulare Kohlenhydrate vermeiden. Achte auf eine ausreichende Ballaststoffzufuhr, denn Ballaststoffe senken den Cholesterinanteil im Blut.

 

3. Weißmehl verursacht Rheuma

Rheumatische Gelenkbeschwerden lassen sich bessern, wenn auf Lebensmittel aus Weißmehl und anderen isolierten Kohlenhydraten wie Zucker oder Stärke verzichtet wird. Stattdessen empfiehlt sich ein in Maßen gehaltener Genuss von Vollkornprodukten, wobei eine auf Gemüse und Obst basierende Ernährungsweise dem Körper am besten bekommt.

 

4. Weißmehl macht die Augen krank

Insbesondere bei Menschen, die Lebensmittel aus Weißmehl konsumieren, können Beeinträchtigungen des Sehvermögens entstehen. Bei einer sogenannten Makuladegeneration ist ein kleiner Bereich in der Netzhaut des Auges degeneriert, sodass starke Sehstörungen entstehen können und scharfes Sehen nicht mehr möglich ist.

 

5. Der Anbau von Weizen schadet der Umwelt

Weizen ist die am häufigsten angebaute Getreidesorte und nimmt sehr viel Land in Anspruch.

Weizen ist eine der am häufigsten angebauten Pflanzensorten, welche große Flächen in Anspruch nimmt. Zwar fällt der Wasserverbrauch beim Anbau von Weizen im Vergleich zu Soja, Mais und Reis geringer aus, jedoch trägt der Anbau von Weizen dennoch stark zur Umweltbelastung bei, da meist im Übermaß gedüngt wird. Überschüssige Düngemittel, die nicht von den Pflanzen aufgenommen werden können, gelangen in den Boden, in die Luft oder in den Wasserkreislauf.

Genmanipulierte Weizensorten, welche in einigen Ländern bereits auf Äckern getestet werden und beispielsweise resistent gegen Pilzbefälle sein sollen, birgen zudem schwer einschätzbare und unvorhersehbare Risiken. Im Gegensatz zu bisherig geläufigen Gengewächsen wie Mais oder Soja, würde der Weizen nicht überwiegend ins Tierfutter gelangen – sondern hauptsächlich in die menschliche Nahrung.

 

Leere Kalorien ohne Nährstoffe

Weißmehl besteht aus ausgemahlenem Mehl, bei dem die wertvollen Nährstoffe bereits verloren gegangen sind. Für die Herstellung hellen Mehls wird nämlich nur die Stärke des Mehlkörpers verwendet – also das Innere des Getreidekorns – und nicht die wertvollen und gesunden Inhaltsstoffe.

Die gesunden Randschichten des Getreidekorns und der Keimling, welche vor allem Ballaststoffe, Mineralstoffe, Vitamine und ungesättigte Fettsäuren enthalten, werden ausgesiebt. Was übrig bleibt sind lediglich die Kalorien.

Die Vorteile für Bäcker und Industrie liegen offen auf der Hand, doch sollten wir darauf achten, mehr und mehr auf Weißmehl zu verzichten.

Am besten ist es ganz auf dem Konsum von Weißmehl zu verzichten. Doch Weißmehlprodukte sind weit verbreitet, was es nicht immer einfach macht, Alternativen zu wählen. Gerade für die Nahrungsmittelindustrie und Bäcker sind Weißmehlprodukte interessanter: Brot aus feinem Mehl ist besser formbar als Brot aus Vollkorn oder Schrot und auch die Aufquellzeit ist deutlicher kürzer. Weißmehlprodukte halten sich zudem länger als Vollkornmehlprodukte, welcher schneller verderben und ranzig werden, da diese Rückstände des ölhaltigen Keimlings enthalten.

 

Welche gesunde Alternativen gibt es zu Weißmehlprodukten?

Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, -nudeln und Vollkornreis sind eine gesunde Alternative zu Weißmehlprodukten, da diese sämtliche Bestandteile des Getreidekorns enthalten, in denen sich die gesunden Nährstoffe befinden.

Vollkornmehl beinhaltet komplexe, also langkettige Kohlenhydrate, die länger satt halten als Weißmehlprodukte. Dadurch, dass diese im Magen langsamer verarbeitet werden, steigt der Blutzuckerspiegel nicht so stark an. Der Körper schüttet weniger Insulin aus und die Fettverbrennung wird angeregt. Vollkornmehl hat zudem den Vorteil, dass dieses viele Ballaststoffe enthält, die im Magen aufquellen und dadurch besser und länger sättigen. Der Appetit wird gesenkt und man ist vor Heißhungerattacken geschützt, welche oftmals nach dem Konsum von Weißmehlprodukten auftreten. Die enthaltenen Ballaststoffe regen die Verdauung an, verhindern Verstopfungen, regulieren die Darmflora und senken den Blutfettspiegel.

Doch Vollkornmehlprodukte gelten nicht als vollkommen unbedenklich.

 

Ob Weiß- oder Vollkornmehl – es macht dick und süchtig

Viele Studien zeigen, dass Menschen, die Vollkornprodukte gegenüber Weißmehlprodukten bevorzugen, seltener übergewichtig sind. Der Kardiologe Dr. William Davis jedoch fand bei Untersuchungen an seinen Diabetes-Patienten heraus, dass Weizenmehl generell dick macht. Vollkommen egal ob seine Patienten Vollkorn- oder Weißmehl bevorzugten. Dr. Davis erklärt seinen Befund durch das Eiweiß Gliadin, welches ein Bestandteil des Weizenproteins Gluten ist und bei manchen Personen eine Unverträglichkeitsreaktion auslöst. Zudem führt Gliadin dazu, dass Exorphine ausgeschüttet werden. Exorphine sind Stoffe, die in gewisser Weise betäubend wirken und gleichzeitig süchtig machen können. Ähnlich wie Opium. Diese können die Blut-Hirn-Schranke passieren und binden sich im Gehirn an sogenannte Opioid-Rezeptoren.

Die Weizen-Exorphine haben ein derart hohes Potenzial eine Sucht auszulösen, dass die Pharmaindustrie bereits ein Medikament entwickelt hat, welches die Opioid-Rezeptoren blockieren und eine schlank machende Wirkung erzielen kann. Wer den Weizen einfach aus seiner Ernährung streicht, braucht auch keine Schlankheitspille.

Doch wer hierbei konsequent vorgehen will, wird schon bald merken, dass dies nicht so einfach ist. Die Lebensmittelindustrie mischt Weizenmehl in nahezu jedes Fertigprodukt – ob Brot, Gebäck, Nudeln oder in Fertigsaucen und Wurst.

Wir empfehlen dir als gesunde Alternative vor allem Dinkelvollkornmehl. Zwar enthält Dinkel auch das oben genannte Gliadin, jedoch ist dieses nicht identisch mit dem Gliadin aus Weizenmehl und zudem keine stark überzüchtete Getreideart. Dinkelvollkornmehl enthält zudem einen höheren Anteil an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen, als herkömmliche Getreidemehle. Auch Roggenvollkornmehl ist eine gesunde Alternative, da dieses viele Ballaststoffe und B-Vitamine enthält.

Weitere leckere und gesunde Alternativen sind Chia, Quinoa, Amaranth und Buchweizen, sogenannte Pseudogetreide. Die stärkehaltigen und glutenfreien Körnerfrüchte sind sehr reich an Eiweiß und Mineralstoffen. Wenn es doch einmal eine Mehlspeise sein soll, dann empfehlen wir dir, frisch gemahlenes Vollkornmehl zu verwenden und dieses nach traditioneller Art weiterzuverarbeiten.

Rating: 5.0/5. Von 3 Abstimmungen.
Bitte warten...

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.