Calcium und Vitamin D3 – Der perfekte Schutz für unsere Knochen!

Es ist kein Geheimnis, dass wir im Laufe unseres Lebens viele Vitamine und Mineralstoffe zu uns nehmen müssen. Besonders um unsere Gesundheit aktiv am Laufen zu halten, sollten wir versuchen in jeder Lebenslage immer für eine ausreichende Zufuhr derer sorgen. Denn machen wir das nicht, leidet unser kompletter Organismus und es kann bis hin zum Aussetzen diverser Körperfunktionen kommen. Ebenso wichtig sind die Mineralstoffe und Vitamine für den Zellerhalt und die körpereigene Regeneration. Wie man sieht spielt eine ausreichende Versorgung eine große Rolle für uns. So auch für unsere Knochen

Für unser Skelett, unsere Knochen und die Gelenke sind vor allem das Calcium und das Vitamin D3 die wichtigsten Elemente, die wir unserem Körper zuführen müssen.

Was ist Calcium?

Calcium ist ein Mineralstoff, welche nicht in unserem Körper produziert wird, jedoch lebenswichtig für uns ist. Es ist einer der fünf wichtigsten Mineralstoffe für unseren Organismus und spielt eine zentrale Rolle für unsere Knochen- und Zahnbildung und deren Erhalt. Genauso wichtig wie für unsere Knochen, ist es allerdings auch für unsere Muskelfunktionen.

Calcium ist mit einem Körperbestandteil von ca. einem Kilogramm das mengenmäßig am häufigsten vorkommende Mineralstoff in unserem Organismus. Primär ist es mit einem 99%igen Anteil in unseren Zähnen und Knochen zu finden. Dieses sorgt mit einer Art Calciumverbindung wie z.B. Hydroxylapatit für eine feste Struktur unserer Knochen und Zähne.

Unabhängig dessen, sorgt das restliche 1% an Calcium als für eine außerordentliche Festigkeit in unserem Gewebe! Trotz des niedrigen Vorkommens innerhalb unseres Blutkreislaufes, ist der ausreichende Bestand unseres Calcium-Blut-Spiegels lebenswichtig!

Vor allem in der Phase des Heranwachsens, ist es für uns Menschen wichtig, eine ausreichende Versorgung an Calcium zu haben, damit sich Zähne und Knochen gesund ausbilden können.

Somit obliegt dem Calcium gleichen mehrere Aufgaben:

  • Strukturelle Festigung und Aufbau/Bildung von Knochenmasse und Zähne
  • Festigung von Gewebe, Zellmembrane und hilft bei der Zellteilung
  • Sorgt für einen ordnungsgemäßen Blutfluss im Körper
  • Hilft bei der Übertragung von Reizen und Signalen an Muskel- und Nervenzellen
  • Regt den Energiestoffwechsel an

Jede einzelne dieser Eigenschaften sorgt dafür, dass wir tagtäglich funktionieren und nicht diverse Erkrankungen erleiden. Dies macht das Calcium für uns zu dem wichtigsten Mineralstoff von allen!

 

Knochen dienen zudem als Calciumspeicher!

Wie bereits beschrieben, liegt die Hauptmasse an Calcium in unseren Knochen und Zähnen. Doch unabhängig der Funktion, welches es dort zu verrichten hat, dienen unsere Knochen ebenso als eine Art Speicher für Calcium. Für die Funktionalität unseres Körpers ist der 1%, welchen wir in unserer Blutbahn haben, wichtiger als die große Masse innerhalb der Knochen. Laufen wir einmal Gefahr an einem Calciummangel innerhalb des Blutes zu erleiden, reguliert sich unser Körper von selbst und füllt den Speicher mit dem Calcium aus den Knochen wieder auf. Dies ist einerseits gut, denn somit schafft der Körper es selbst, denn Organismus am Laufen zu halten, auf den anderen Seite jedoch, bekommen wir diesen Vorgang nicht mit. Sollte dies ein chronischer Zustand sein und wir leiden dauerhaft an einem Calciummangel, könnte der Prozess der Selbstregulierung dazu führen, dass wir zu viel Calcium aus den Knochen entfernen, was zu Osteoporose (Knochenschwund) führen kann. Somit baut unser Körper konstant selbst unsere Knochendichte ab.

 

Einen möglichen Calciummangel frühzeitig erkennen ist schwierig

Liegt ein Calciummangel vor, so lässt er sich nur schwer nachweisen. Problematisch ist die Schlussfolgerung ob ein Defizit vorliegt, in Folge von Knochenschwund. Denn selbst wenn ein akuter Mangel im jungen Alter bereits vorhanden ist, so äußert sich der die Auswirkung hinsichtlich der in Mitleidenschaft geratenen Knochen, doch erst in hohem Alter. Osteoporose bedingte Knochenbrüche, lassen daher zwar auf einen Mangel hinweisen, doch dieser kann bereits schon das ganze Leben bestehen, ohne das man es bemerkt hat. Selbst Muskel- und Wadenkrämpfe können ein Resultat von zu niedrigem Calciumvorkommen in unserem Körper sein, jedoch reicht dieses Indiz in der Regel nicht aus um auf einen vorliegenden Mangel schließen zu können. Doch wie dann einen Mangel feststellen oder welche Art des Calciummangels gibt es?

Tatsächlich gibt es zwei Arten von Calciummangel, welche unseren Körper belasten können. Zunächst gibt es den chronischen Mangel, welcher in Verbindung mit den folgenden Symptomen identifiziert werden kann und unseren Körper auf schleichende Art belastet. Darunter finden sich:

  • Brüchige Findernägel und anhaltender Haarausfall
  • Kreislaufprobleme (Schwächeanfälle) und Herzleiden
  • Trockene Haut und Ekzembildung
  • Schlafstörungen
  • Gewichtsprobleme bei normaler Lebensweise
  • Grauer Star
  • Erhöhtes Kariesrisiko

Problematisch ist jedoch, diese Symptome einem Mangel an Calcium zuordnen zu können, da fast alle dieser Anzeichen auch auf eine Mangelerscheinung von anderen Vital- oder Mineralstoffen sein kann.

Die andere Art des Calciummangels ist der akute Fall, welcher unmittelbar behandelt werden sollte.

 

Der akute Mangel in Verbindung mit Krankheiten

Der akute Calciummangel tritt sehr häufig in Verbindung mit diversen Erkrankungen oder Lebensumständen auf, welche unter anderem zur eine erhöhte Calciumausscheidung zur Folge haben können.

Ein häufiger Faktor für einen solchen Mangel sind Schilddrüsenerkrankungen. Die Nebenschilddrüsen bilden ein Hormon (Parathormon), welches den Blutcalciumspiegel regulieren soll. Die Hauptaufgaben dieses Hormones sind:

  • Das Lösen des Calciums aus den Knochen, zur Regulierung des Blut-Calcium-Spiegels,
  • Regulierung des auszuscheidenden Calciums im Urin,
  • Die Umwandlung von calciumreicher Nahrung im Darm, so das dieses in den Organismus aufgenommen werden kann.

Also leidet man akut an einer Nebenschilddrüse oder wird die Nebenschilddrüse aufgrund einer Operation der Schilddrüse in Mitleidenschaft gezogen, entfällt die Parathormonproduktion und rasch erleiden wir einen akuten Calciummangel.

Ein häufiger Grund für ein akuten Calciummangel sind meiste schwerwiegende und chronische Erkrankungen. Doch nicht nur dies lässt unseren C-Haushalt im Körper sinken, auch mit dem Alter bauen wir mehr und mehr an Calcium ab.

Neben der Unterfunktion der Nebenschilddrüse gibt es jedoch noch weitere Krankheitsbilder, welche unseren C-Spiegel in den Keller treiben. Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa (chronisch Darmentzündungen), Zöliakie, Laktoseintoleranz oder eine erhöhte Ausscheidung von Calcium durch langanhaltende Darmerkrankungen mit Durchfall bringen unseren Haushalt arg ins Ungleichgewicht.

Doch nicht nur Erkrankungen haben einen großen Einfluss darauf, wie viel Calcium wir im Körper haben! Selbst unsere Ernährung spielt eine sehr große Rolle dabei. Offensichtlich haben milchfreie oder vegane Ernährungsweisen meist einen Mangel an Calcium vorliegen, denn durch den Verzicht auf Milchprodukte, wird der Hauptlieferant an für das Calcium vermieden. An dieser Stelle greifen die Betroffenen oft zu einer Nahrungsergänzung um den Mangel zu decken.

 

Vitamin D als Mineralstoffhelfer für unsere Knochen

Das Vitamin D ist eines der wichtigsten Vitamine für unseren Körper. Die Wirkung, welche es auf unsere Knochen und den Organismus hat, ist immens.

Das Vitamin D ist eines der ganz besonderen Vitamine, die unser Körper benötigt. Dem Vitamin, welches wir hauptsächlich durch die absorbierten Sonnenstrahlen erhalten, werden viele wichtige Eigenschaften in unserem Körper zugesagt. So zum Beispiel sorgt es für:

  • Hilft es bei der Regulierung des Cholesterinspiegels,
  • Wirkt entzündungshemmend bei chronischen Erkrankungen
  • Es reguliert die Resorption des Calciums innerhalb des Darmes und fördert die Aufnahme des Calciums innerhalb der Knochen (Knochen-Mineralisation).

Besonders hinsichtlich der Calciumaufnahme ist es im Hinblick auf die Knochengesundheit ein wichtiger Helfer. Bekommen wir also nicht ausreichend Vitamin D in unserem Leben, kann dies mitunter ein Problem sein, warum wir an akutem Calciummangel leiden.

Doch nicht nur die Aufnahme von Vitamin D kann unseren Calciumspiegel ins Wanken bringen, nein, auch eine Erkrankung der Nieren spielt hier eine große Rolle.

Leiden wir z.B. an einer Nierenerkrankung (Niereninsuffizienz), so fehlt es uns an aktivem Vitamin D. Das aktive Vitamin D wird benötigt um die Calcium innerhalb des Darmes aus den Nährstoffen zu entziehen, bevor diese durch den Stuhl ausgeschieden werden. Leiden wir an einer Insuffizienz der Nieren, bleibt die Bildung des aktiven Vitamins innerhalb der Nieren aus und die Nahrungsmittel werden ohne weitere Verwendung ausgeschieden. Der Kreislauf schließt sich und aufgrund des ausleidenden Vitaminmangels, fehlt es uns auf langer Sicht an dem benötigten Calcium.

Doch nicht nur bedingt durch Nierenerkrankungen, kann es zu diesem Vorgang kommen. Halten wir uns nicht genug in der Sonne auf oder nehmen nicht ausreichend Vitamin D-reiche Nahrung auf, laufen wir Gefahr einer Unterversorgung.

 

Einen Mangel vorbeugen mit der richtigen Ernährung

Wie bei jeder Mangelerscheinung, lässt sich bereits viel über die richtige Ernährung regulieren, denn die meisten der Mineralstoffe und Vitamine werden schließlich nicht unseren Körper produziert, nein, wir nehmen sie über die richtigen Nährstoffe auf. Grundsätzlich ist der Tagesbedarf an Calcium eines erwachsenen Menschen bereits mit 1000mg/Tag gedeckt. Heranwachsende und Jugendliche benötigen rund 1200mg/Tag, aufgrund der Bildung der Knochen und Zähne.

Milchhaltige Produkte sind der Spitzenlieferant, wenn es zum Calcium kommt. Doch selbst für Menschen, die einer veganen Ernährungsform folgen, ist es ein leichtes durch gezielte Aufnahme von unterschiedlichen Nahrungsmitteln, den Bedarf hinreichend zu decken.

Mit einer ausgewogenen, ballaststoffreichen Ernährung sollte der Bedarf an Calcium bestens gedeckt sein. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass insbesondere Salate und Gemüse, neben den Milchprodukten, ein Spitzenversorger in Punkto Calcium sind.

Die folgenden Lebensmittel sind liefern einen kleinen Überblick über C-haltige Nahrungsmittel, welche sich perfekt in den täglichen Ernährungsplan unterbringen lassen:

  • Gemüse z. B. Lauch, Kohlrabi, Wirsing oder grüne Bohnen 120mg Calcium/200g Portion
  • Brokkoli 225mg Calcium/200g Portion
  • Mandeln und Haselnüsse 130mg Calcium/60g Portion
  • Ruccola 30mg Calcium/20g Portion
  • Kichererbsen 60mg Calcium/50g Portion
  • Haferflocken 25mg Calcium/50g Portion
  • Grühnkohl 210mg Calcium/100g Portion

Wie man sieht, wird schnell ersichtlich, dass in den unterschiedlichsten Lebensmitteln Calcium enthalten ist. Aus ernährungstechnischer Sicht ist es fast schon undenkbar (bei einer ausgewogenen und vielseitigen Ernährungsweise) einer Unterversorgung von Calcium zu unterliegen.

Dennoch sollte bei einem Verdacht auf eine Mangelerscheinung die Zufuhr gezielt erhöht werden oder über eine Nahrungsergänzung nachgedacht werden.

 

Fazit

Schlussendlich gibt es viele Gründe warum eine Mangel an Calcium auftreten kann. Sei es bedingt durch chronische Erkrankungen, falsche Nahrungsweise oder einen Vitamin D-Mangel. Wichtig jedoch ist es, dass bei dem geringsten Verdacht etwas unternommen werden sollte, da Folgen einer chronischen Unterversorgung von Calcium erst spät im hohen Alter auftreten können.

 

 

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