Curcuma – Die Wunderwaffe der Natur!

Es gibt einen Stoff, der vor Krebs schützt, Gallensteine, Arthritis und sogar Alzheimer vorbeugt. Einen, der alkoholbedingten Schäden in Leber und Gehirn entgegenwirkt und dessen Heilwirkung insbesondere die Immunabwehr unterstützt. Entzündungshemmend, entgiftend, antibakteriell, antiviral und antioxidativ. Ein neues Medikament auf dem Markt? Mitnichten. Vielmehr handelt es sich schlicht um ein Gewürz asiatischen Ursprungs, das in den meisten Küchenschränken zu finden ist und das dem Curry-Pulver seine gelbe Farbe verleiht: Curcuma. Bei den hier genannten Eigenschaften greift die Bezeichnung „Gewürz“ jedoch deutlich zu kurz.

Stark wie ein Medikament, doch ohne Nebenwirkungen

Es handelt sich bei Curcuma – der Knolle aus der Gruppe der Ingwergewächse – quasi um eine Arznei der Natur. Und was für eine! Verschiedene Studien belegen sogar eine Wirkung, die mit handelsüblichen Medikamenten vergleichbar ist, jedoch ohne schädliche Nebenwirkungen. In der indischen und chinesischen Medizin wird es gern angewandt. In der ayurvedischen Heilkunst wird es auch als „heißes“ Gewürz bezeichnet, das dem Körper Energie spendet und ihn reinigt.

Die effektive Wirkungsweise dieser Wurzel ist in unzähligen Studien nachgewiesen und wird bereits zur Behandlung von diversen Krankheitsbilder eingesetzt.

Ob Aspirin als Blutverdünner, Psychopharmaka wie etwa Fluoxetin bei Depressionen und Angststörungen oder Antidiabetika wie Metformin – all diese Medikamente haben z.T. recht unangenehme Nebenwirkungen. Curcuma hingegen zeigt in der Anwendung auf diese Beschwerdebilder ähnliche Erfolge wie die Medikamente, vereinzelt sogar stärkere Wirkung, jedoch ohne jegliche Nebenwirkungen. Besonders herausragend ist die entzündungshemmende Wirkung von Curcuma, die sogar mit jener von Kortikoiden (z.B. Cortison) gleichgesetzt wird. Und auch in der Vorbeugung und Bekämpfung von Krebs (insbes. Darmkrebs, Brustkrebs) hat Curcuma in Studien unterstützende Eigenschaften gezeigt.

Doch die Wirksamkeit von Curcuma erfasst noch mehr. Viele Leute sind durch Umwelteinflüsse, ihren Job und ganz besonders auch durch schlechte, nährstoffarme Ernährung sehr gestresst. Dies zeigt sich durch ein hohes Aufkommen von sog. freien Radikalen und wird oxidativer Stress genannt. Sie sind oft müde und abgeschlagen. Studien haben gezeigt, dass Curcuma insbesondere das Gehirn vor oxidativem Stress schützen und sogar eine präventive Funktion ausüben kann. Auch in der Therapie von Krankheiten wie Alzheimer hat Curcuma mittlerweile einen gewissen Stellenwert.

Dies soll jetzt nicht bedeuten, dass Sie Ihre Medikamente fröhlich in die Tonne werfen und nur noch Curcuma schlucken sollen. Wenn Sie jedoch bislang noch gar keine nehmen und nur erste Anzeichen einer Gefährdung hinsichtlich eines der o.g. Beschwerdebilder aufweisen, wäre es durchaus sinnvoll, Curcuma prophylaktisch auszuprobieren. Möglicherweise bessern sich die Beschwerden und eine Medikamentengabe wird nicht mehr nötig sein. Auch eine begleitende Einnahme ist möglich, unterstützt womöglich sogar die Wirkung der Medikamente und lindert zugleich deren Nebenwirkungen. In jedem Fall ist es jedoch ratsam, sich vorher beim Heilpraktiker oder Arzt des Vertrauens zu informieren.

Wieviel benötige ich? Und wie baue ich das beim Kochen ein?

Curcuma lässt sich einfach und lecker in die täglichen Mahlzeiten einbauen!

Um seine heilenden Eigenschaften zu entfalten, sollten täglich etwa 1,5-3 Gramm Curcuma (je nach Darreichungsform als frisch gehackte Wurzel, als Pulver oder Extrakt) vom Körper aufgenommen werden. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die goldgelbe Wurzel, die auch als Lebensmittelfarbstoff Anwendung findet, zwar in gewürzüblicher Dosis angenehm, in größeren Mengen jedoch zunehmend bitter schmeckt. In der indischen Küche ist es jedoch trotzdem sehr beliebt, was hauptsächlich auch mit der goldgelben Farbe zusammenhängt. Ein Trick, um auf die täglich benötigte Menge zu kommen, ist, Curcuma einfach öfter am Tag in jeweils unterschiedlicher Erscheinungsform aufzunehmen und dann auch jeweils mit zusätzlichen, geschmacklich milderen Mitteln (z.B. Obst) zu kombinieren. Ob im Müsli, dem Rührei oder dem Fruchtsalat – Curcuma lässt sich vielfach kombinieren!

Rezeptvorschläge:

Veganes Rührei (2 Personen)

Zutaten:

250 g Tofu

1 rote Paprika (gewürfelt)

halbe grüne Paprika (gewürfelt)

1 Zwiebel (in Ringe geschnitten)

1 TL Olivenöl

etwas Koriander (gemahlen)

etwas Pfeffer

jeweils ein halber TL Cumin, Knoblauchpuler, Meersalz

1 TL Curcuma

Zubereitung:

1. Tofu zu Krümeln zerdrücken

2. Gemüse in Pfanne andünsten (Olivenöl)

3. Alle Gewürze – außer Curcuma hinzugeben – und vermischen

4. Tofu und 2 EL Wasser unterrühren, kurz Köcheln lassen

5. Curcuma einrühren, Pfeffern

 

Gelber Duftreis (2-3 Personen)

Zutaten:

Jasmin-Vollkornreis (Menge je nach Personenanzahl, siehe Packung)

1 Lorbeerblatt

Zimt (Stange, ca. 5 cm)

3 Nelken

knapper TL Curcuma

TL Meersalz

2 EL Olivenöl

Pfeffer

Zubereitung:

1. Reis waschen

2. Anschließend mit Wasser und den Gewürzen – außer Curcuma – zum Kochen bringen

3. Nach dem erhitzen, Deckel drauf und köcheln lassen (vgl. Anweisung Reispackung)

4. Nach der Garzeit (10 min.) zugedeckt nachquellen lassen.

5. Das Lorbeerlatt, Nelken und Zimt entfernen

6. Curcuma, Pfeffer, Öl hinzufügen

 

Blumenkohl-Filets (2 Personen)

Zutaten:

1 Kopf Blumenkohl

2 EL Olivenöl

TL Ingwer

TL Cumin

halber TL Curcuma

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1. Ofen vorheizen (200 Grad)

2. Blumenkohl in 3 dicke Scheiben schneiden und mit Salz und Pfeffer beidseitig würzen

3. Scheiben in Pfanne goldbraun anbraten (1 EL Öl)

4. Auf Backpapier legen, die Gewürze + Öl verquirlen und die Scheiben damit bestreichen

5. 15 min. backen bzw. bis der Kohl weich ist

6. Vor dem Servieren mit Pfeffer würzen

Evtl. mit Couscous oder Quinoa kombinieren.

 

Guten-Morgen-Smoothie (1 Person)

Zutaten:

Handvoll Blattgemüse (Spinat, Grünkohl o.ä.)

gefrorene Banane in Stückchen

Tasse Kokoswasser

2 EL weisses Mandelmus

EL Leinöl

etwas Zimt

etwas Curcuma

 

Curcumin-Kapseln

Auf Curcuma in Kapselform kann man zurückgreifen, wenn man z.B. den Geschmack nicht mag oder den Stoff in einfacher Form zuführen möchte. Curcumin ist der Hauptwirkstoff und sorgt für die goldgelbe Farbe von Curcuma.

Eigenschaften

In Kombination mit schwarzem Pfeffer (Piperin) wird die Bioverfügbarkeit und damit die Wirksamkeit von Curcuma deutlich erhöht und auch geschmacklich ergänzt sich diese Kombination gut. Da Curcuma fettlöslich ist, sollte man es mit gesunden Fetten wie z.B. Kokos- oder Olivenöl einnehmen.

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