Der richtige Schlaf als Grundlage für ein gesundes Leben!

Ein gesunder und ausreichender Schlaf ist die Grundlage für unseren Erfolg und unsere Leistungsfähigkeit am Tag, dies ist kein Geheimnis. Dennoch sind viele von uns Deutschen von anhaltenden Schlafstörungen betroffen und wissen oftmals nicht, wie man diese konsequent bekämpfen soll. Rund 20 Millionen Menschen leiden deutschlandweit unter Schlafstörungen, welche sehr großen Einfluss auf unser Arbeits- und Privatleben hat.

 

Warum ist ein gesunder Schlaf so wichtig für uns?

Während wir Schlafen treten viel lebenswichtige und lebenserhaltende Prozesse auf. Im Laufe der Nacht verarbeitet unser Körper, Geist und unser Gehirn alles, was wir am Tag erlebt und gelernt haben. Mit diesem Vorgang verbessern wir unsere kognitiven Fähigkeiten und halten unser Erinnerungsvermögen auf trapp. Doch nicht nur für unseren Geist und unser Gehirn ist es wichtig, auch für unsere Gesundheit. Während der Nacht erneuert sich unsere Haut, unsere Zellen regenerieren sich, Muskeln und Organe erholen sich und Giftstoffe werden aus dem Körper transportiert. Dafür benötigt unser Körper seine Zeit und nächtliche Ruhe. Während unserer Lebensphasen benötigt unser Körper unterschiedlich viel Schlaf:

  • Neugeborene brauchen im Durchschnitt rund 20h Schlaf
  • Jugendliche und Teenager brauchen rund 9 – 10h Schlaf
  • Erwachsene benötigen rund 6 – 8h Schlaf
  • Ältere Menschen benötigen rund 5 – 6h Schlaf

Wie man sieht, nimmt die Dauer des benötigten Schlafes mit dem zunehmenden Alter ab. Das liegt daran, dass z.B. Prozesse, welche es dem Körper erlauben sich auszubilden (insbesondere bei Neugeborenen) im Laufe der Zeit nicht mehr benötigt werden und die Nachtruhe nur noch ein Regenerierungsprozess ist.

 

Voraussetzungen für einen gesunden Schlaf

Leider leiden viele Deutsche an chronischen Schlafstörungen, welche ein erholsames Durchschlafen entweder von vorherein verhindert oder dieses unzählige Male unterbricht. Dies lässt sich in vielen Fällen mit bereits kleinen Lebensveränderungen beheben. Grundsätzlich kann man sagen, um nachts erholsam schlafen zu können, ist es vor allem wichtig einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Denn die meisten Schlafstörungen werden durch uns selbst verursacht und eine falsche Lebensweise. Einfache Dinge, wie das Vermeiden von zu viel Zucker, Alkohol, Zigaretten und übermäßigem Stress verbessern die Schlafqualität meist schon um das Doppelte. Ebenso sollte ein ausgewogener Ausgleich zwischen Bewegungs- und Ruhephasen geschaffen werden, insbesondere, wenn man während der Arbeit viel am Sitzen ist, denn wir benötigen diesen Ausgleich um am Abend unsere überschüssige Energie los geworden zu sein, damit wir die nötige Nachtruhe finden können. Viele dieser kleinen Faktoren können uns daran hindern, die ausreichende Menge an Schlaf zu bekommen.

Damit wir nachts ruhig schlafen können, müssen wir die richtigen Voraussetzungen für uns schaffen. Ein perfekter Ausgleich zwischen Bewegung, Ernährung, Ruhephasen und Arbeitsalltag, so wie das dezimieren von Störfaktoren lassen uns Nachts ruhig und erholsam zur Ruhe kommen.

Doch wichtiger als die Schlafdauer, ist jedoch die Qualität des Schlafes! So kann es sein, selbst, wenn wir 10 Stunden schlafen, dass wir uns danach immer noch müde und schlapp fühlen. Dies hängt in der Regel mit der Unterbrechung der einzelnen Schlafphasen zusammen.

 

Schlafstadien und Schlafphasen

Um unseren komplett in der Nacht zu regenerieren, durchläuft dieser beim Ruhen verschiedene Schlafphasen. Während der einzelnen Phasen werden die Körperfunktionen nicht einfach abgeschaltet, ganz im Gegenteil. Zwar werden einige unserer Organe gedrosselt und heruntergefahren, doch andere werden in der Nacht umso aktiver als im Tagesverlauf. Auch unser Gehirn läuft nachts auf Hochtouren, welches uns sogar das Lernen im Schlaf ermöglicht. In jeder Nacht in der wir schlafen, durchlaufen wir fünf Schlafphasen. Diese werden in der Schlafmedizin in die vier Phasen des Non-REM-Schlafes (orthodoxer und synchroner Schlaf) und den REM-Schlaf (den s.g. Traumschlaf) unterteilt.

 

Non-REM-Schlafphasen

Untern den Non-REM-Schlafphasen kennt man die vier Stadien, welche hauptsächlich in der ersten Nachtdrittel eintreten:

  • Die Einschlafphase
  • Der leichte Schlaf/leichte Schlafphase
  • Der mittlere Schlaf/mittlere Schlafphase
  • Der Tiefschlaf/Tiefschlafphase

Diese vier Phasen werden, entgegen der der REM-Schlafphase, zum Morgen hin leichter und immer weniger.

 

REM-Schlafphase (Traumschlaf)

Die REM-Schlafphase ist die traumaktive Schlafphase, in der unser Gehirn während der Nacht arbeitet und die Informationen und Ereignisse des Tages verarbeitet. Forscher konnten während der Untersuchung von Schlafpatienten rasche Bewegungen der Augen unterhalb der geschlossenen Augenlieder feststellen. Abgeleitet von der englischen Bezeichnung „Rapid-Eye-Movement“, kurz „REM“, wird die wohl wichtigste Phase unseres Schlafzyklus definiert, in der unsere Gehirnströme eher einem Wachzustand ähneln als dem eines schlafenden Gehirns. Während der REM-Schafphase sprechen wir weniger auf äußere Reize an und sind deutlich unempfindlicher als bei der Non-REM-Phase. Wachen wir dennoch während der Phase auf, so können wir uns meistens an das geträumte direkt erinnern.

Alle dieser fünf Schlafstadien durchlaufen wir pro nach ca. drei- bis fünfmal, wobei die Tiefe des Schlafes mit jedem Durchlauf abnimmt und die Traumlänge nimmt immer mehr zu. Unterbrechungen dieser Phasen sind grundsätzlich nicht schlimm, doch wenn ein kontinuierlicher Schlafmangel oder Schlafstörungen auftreten, dann sollten nötige Schritte eingeleitet werden.

 

Ursachen für Schlafbeschwerden

Ursachen für Schlafbeschwerden können vielseitig sein und eine anhaltende Schlafstörung sollte auch nicht auf die lange Bank geschoben werden. Tatsächlich ist die Zahl der betroffenen Personen weitaus größer als man vermutet. Viele welche unter einer solchen Störung leiden, trauen sich nicht einmal darüber zu sprechen, um spöttischen Reaktionen aus dem Weg zu gehen. Somit bleibt die Dunkelziffer weiterhin verborgen. Zu den Ursachen für Schlafstörungen gehören vielerlei Einflüsse, innere wie äußere:

Zu den inneren Einflüssen gehören solche, wie die Lebensbedingungen und Lebensgewohnheiten, die wir täglich durchlaufen. Sind wir mit uns selbst nicht im Reinen, so wirkt sich die auch immens auf unseren Schlaf aus. Störungen in unseren Lebensbedingungen wie z.B. Ernährungsfehler und Stoffwechselprobleme, Burn-out-Syndrom, Störungen der Gesundheit und des Biorhythmus oder andere Disharmonien in unserem Körper lassen uns nachts nicht ruhig schlafen.

Nur wer es schafft alle Störfaktoren aus seinem Leben zu minimieren oder einen guten Ausgleich schafft, kann erholsamen Schlaf in der Nacht finden.

Aber nicht nur unsere Lebensgewohnheiten und -bedingungen haben einen großen Einfluss auf unseren Schlaf. Auch äußere Bedingungen lassen uns nachts nicht ruhig schlafen. In der heutigen Zeit verbringen wir einen Großteil unserer Zeit in geschlossenen Räumen. Selbst auf der Arbeit hat sich das Umfeld immer mehr nach innen verlagert und wir sind nicht mehr so viel im Freien wie vor 20 Jahren. Dies hat auch einen beträchtlichen Einfluss auf unsere körperliche und seelische Gesundheit und beeinflusst uns aus biologisch-physiologischer Sicht ungemein. So setzen wir unseren Körper täglich immer mehr Chemikalien, Elektrosmog oder anderen Strahlungen aus. Auch Lärm, falsche Lichtreize, langanhaltende Vibrationen oder schlechte Klimaeinflüsse lassen unseren Körper mehr und mehr erkranken und dadurch kommen wir in der Nacht nicht ausreichend zur Ruhe.

 

Fazit

Kommt es zu dem Thema „Schlaf“ so ist primär nicht die Dauer oder Länge des Schlafes für uns wichtig, sondern eher die Qualität des Schlafes an sich. Durch einen gesunden und ausgewogenen Lebensstil, mit ausreichender Bewegungen können wir schon viel zu einem guten Schlaf beitragen. Auch äußerliche und innerliche Störelemente lassen sich von uns bewusst minimieren und somit können wir die Qualität des Schlafes auch optimieren.

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