Die 5 wichtigsten Mineralstoffe ohne die unser Körper nicht funktioniert!

Man hört von Mineralstoffen, die wichtig sind für uns und das wir nicht ohne sie können. Tatsächlich ist das sogar richtig, denn bestimmte Mineralstoffe sind lebensnotwendig, damit unser Körper als Organismus funktionieren kann. Bedauerlicherweise kann diese unser Körper nicht selbst produzieren und ist aus diesem Grund darauf angewiesen, dass er mit diesen ausreichend in Form als Nahrungsmitteln versorgt wird. Wir zeigen euch die 5 wichtigsten Mineralstoffe und wo ihr sie findet.

 

Mineralstoff Nr. 1: Calcium

Der wohl wichtigste Mineralstoff für unseren Körper ist das Calcium. Gerade in der Wachstumsphase unseres Lebens ist es notwendig, dass wir viel Calcium zu uns nehmen, denn dieses ist besonders wichtig für Aufbau und Stabilität von Knochen, Zähnen und ebenfalls der Lebensfähigkeit von Zellen in unserem Körper. Weiterhin ist es essentiell für lebenserhaltende und notwendige Prozesse in unserem Körper, weswegen das Calcium in aureichenden Mengen in unserem Blut vorhanden sein muss. Trotz des 99%igen Calciumanteils in den Knochen, wird es weiterhin benötigt zur Stabilisierung von Zellmembranen, es aktiviert die Blutgerinnung, ist an der Reizübertragung der Muskel- und Nervenzellen beteiligt und unterstützt zahlreiche Enzymfunktionen. Aus diesem Grund ist es auch wohl das wichtigste Mineralstoff für unseren Körper und muss in großen Mengen vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, leiden wir an einem akuten Calciummangel, welcher sich auch nur schwer feststellen lässt. Bei einem dauerhaften Mangel an Calcium stellt unser Körper sicher, dass immer ausreichend Calcium in unserem Blut vorhanden ist (ca. 1%), damit die lebenswichtigen Funktionen weiterhin erhalten bleiben. Aus diesem Grund entzieht er den Knochen das nötige Calcium und leitet es in die Blutbahn um. Sofern man keine ausreichenden Schritte dagegen einleitet kann es passieren, dass wenn wir unter dauerhaft herrschenden Mangel anfangen an Osteoporose (Knochenschwund) zu leiden. Aus diesem Grund ist Calcium auch das Mineralstoff, welche am häufigsten supplementiert wird.

Calcium ist das Nummer 1 Mineral wenn es zu den Bioelementen kommt, welche unser Körper benötigt. Insbesondere in der Wachstumsphase ist es äußerst wichtig auf eine ausreichende Calciumzufuhr zu achten.

Calciummangel feststellen aber wie:

Wie bereits erwähnt, ist es nicht leicht einen Mangel an Calcium im Körper festzustellen. Denn, in den meisten Fällen wird eine Messung des Calciumgehaltes im Blut vorgenommen um eine ausreichende Versorgung der lebenswichtigen Funktionen zu gewährleisten. Jedoch ist eine Messung des Blutwertes (sei es Vollblutanalyse oder eine Messung des Anteils im Blutserum), nichts ausreichend um eine Aussage über den Calciumanteil in den Knochen und eines etwaigen Mangels zu treffen. Im Gegenteil, eine gute Versorgung im Blut kann ein erstes Anzeichen für Osteoporose sein. Somit ist eine Messung des Blutes unverlässlich. So bleibt wohl nur die Messung der Knochendichte als Indikator dafür ob ein Mangel besteht oder nicht. Ebenfalls ist dies auch nicht ganz so einfach, wie man sich das vielleicht denkt, denn zum einen dürfen Ärzte diese Messung nur durchführen, wenn ein konkreter Verdacht auf Knochenschwund besteht. Ist das dies nicht der Fall muss der Patient diese Leistung auf eigene Kosten tragen.

Zum anderen ist die Messung der Knochendichte insbesondere bei jungen Menschen eher problematisch. Denn trotz akutem aktuellen Mangel an Calcium, leiden junge Mensch nicht direkt an Osteoporose. Der Prozess des Knochenschwunds setzt sich über Jahre hinweg. Also wie dann den Mangel feststellen? Ausgehend davon, das Calcium ausschließlich über die Nahrung aufgenommen wird, müssen wir einfach sicherstellen, dass der tägliche Calciumbedarf immer gedeckt ist. Somit verhindern wir, dass ein Mangel überhaupt entsteht.

 

Calcium ist lebenswichtig für unseren Organismus:

Insbesondere Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren sollten sehr darauf achten, dass sie in der Wachstumsphase immer ausreichend Calcium zu sich nehmen. Mit 1200 mg/Tag ist der Haushalt bestens gedeckt! Erwachsene sind bestens mit 1000mg/Tag versorgt. Doch wo finden wir das benötigte Calcium?

Die besten Lebensmittel für eine Calciumversorgung sind Produkte aus Milch. Aber nicht nur Milch liefert uns das nötige C. Gemüse wie z.B. Grünkohl, Brokkoli, Rucola oder Fenchel sind reich an Calcium. Die Liste ist lang. Nüsse (Hasel- oder Paranüsse) eignen sich ebenfalls bestens als Top-Lieferant. Sogar Mineralwasser ist reich an Calcium.

Mit der Nahrung nehmen wir das Calcium auf und dieses gelangt in erster Linie ins Blut. Nachdem der Bedarf im Blut gedeckt ist, gelangt das übrige Calcium in unsere Knochen und das überflüssige Calcium wird anschließend durch den Stuhl oder das Urin wieder ausgeschieden. Steigt oder fällt der C-Spiegel im Blut konstant und der Kreislauf ist unterbrochen, so können dies Anzeichen für schwerwiegende Krankheiten wie Schilddrüsen-, Nebenschilddrüsen-, Lebererkrankungen, Krebs u. a. bedeuten.

 

Mineralstoff Nr. 2: Magnesium

Das Magnesium ist ebenfalls eines der wichtigsten Mineralstoffe für unseren Körper. Es sorgt für die Aktivierung der Enzyme, welche verantwortlich sind für Stoffwechsel- und Energieprozesse. Ebenfalls ist neben Calcium und dem Phosphor wichtig für die Mineralisierung der Knochen und Zähne.

Mit der ordnungsmäßen Versorgung an Magnesium ist unser Körper in der Lage jegliche Prozesse der Verstoffwechslung (Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel) in ausreichendem Ausmaß durchzuführen und versorgt somit unseren Körper mit der nötigen Energie. Weitere positive Eigenschaften von Magnesium sind:

  • Es ist Entzündungshemmend
  • Hilft Diabetes vorzubeugen (erhöht die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse und es verringert die Insulinresistenz der Zellen)
  • Begünstigt den Muskelaufbau aufgrund der Eiweißverstoffwechslung
  • Lockert die Muskulatur (wovon insbesondere Sportler profitieren)

Ein dauerhafter Mangel an Magnesium kann schwerwiegende Krankheiten mit sich ziehen. Dies kann anfangen mit einer einfachen Migräne, Tinnitus oder Muskelverspannungen bis hin zu Herzerkrankungen wie: Herzinfarkten, Schlaganfällen und Herzrhythmusstörungen.

Magnesium ist der Mineralstoff, welche zwingend benötigt wird in Punkto Stoffwechsel- und Energieprozesse.

Weitere positive Eigenschaften von Magnesium:

  1. Oftmals wird eine zusätzliche Supplementierung von Magnesium zur aktiven Behandlung von chronisch Kranken eingesetzt. Insbesondere chronische Entzündungskrankheiten veranlassen oftmals einen Magnesiummangel im Körper, welcher oftmals mit einfachen Nahrungsergänzungen bekämpft werden kann um den Körper dauerhaft zu unterstützen.
  2. Die zusätzliche Unterstützung mit Magnesium beim Sport ist lange kein Geheimtipp mehr. Durch die muskelentspannende Wirkung des Magnesiums entspannen sich die Muskeln nach einem harten Training deutlich schneller und Muskelkater wird vorgebeugt.
  3. Magnesium zum Entspannen der Nerven. Auch hier kann das Mineralstoff wahre Wunder verbringen. Durch die Einnahmen von Magnesium werden die Erregungsenzyme der Nervenbahnen entspannt, welches die Stressanfälligkeit verringert.
  4. Es ist gut für die Zellregenerierung unserer Haut.

 

Magnesiumreiche Nahrungsmittel:

Die Hauteinnahmequellen für Magnesium sind Gemüse, frisches Obst, Vollkornprodukte, Nüsse aller Art und Sojabohnen. In kleinen Mengen kommt es auch in Fleisch und Fisch vor, doch dies nur nebensächlich, sehr zum Guten aller Vegetarier und Veganer unter uns. Ebenfalls reich an Magnesium ist Mineralwasser, deswegen sind wir daran gehalten immer viel zu trinken, besonders nach dem Sport.

 

Mineralstoff Nr. 3: Natrium

Das Alkalimetall Natrium ist eines der wichtigen Mineralstoffe, welche unser Körper benötigt. Gemeinsam regulieren Natrium, Kalium, Chlorid und ebenfalls Calcium den osmotischen Druck (Wasserhaushalt) des menschlichen Körpers. Ein weiblicher Körper enthält bis zu 77 Gramm Natrium, ein männlicher bis zu 100 Gramm. Neben dem Wasserhaushalt im Körper ist es auch für den Blutdruck sowie das richtige Verhältnis des Säure-Basen-Haushalts und der Verdauungssäfte zuständig.

Der Hauptanteil unserer Natriumaufnahme bekommen wir durch industriell verarbeitetes Salz.

Natrium befindet sich nahezu in jedem Lebensmittel:

Fast mit jedem bissen nehmen wir Natrium in geringer Form zu uns. Häufig zu finden ist es in Gemüse Fisch, diversen Fleischsorten und Früchten. Auch verarbeitete Lebensmittel wie Salzstangen, Ketchup oder auch Wurst enthalten einen hohen Natriumanteil. Was uns auch zu der Haupteinnahmequelle von Natrium führt. Den tatsächlich größten Anteil der täglichen Natriumzufuhr liefern industriell hergestellte Lebensmittel. Denn diese erhalten in der Regel einen hohen Salzanteil um entweder den Geschmack zu verstärken oder eine gewisse Sucht oder Abhängigkeit gegenüber dem Produkt zu erzeugen! Mehr als die Hälfte des täglichen Natriumkonsums nehmen wir durch solche Produkte zu uns. Weiterhin ist zu erwähnen, dass bedingt durch solche Produkte die tägliche Salzzufuhr bei den meisten Menschen viel zu hoch ausfällt. Dies kann negative Auswirkungen auf unseren Blutdruck und Blutkreislauf haben. Mit rund 550 mg sind wir als unterste Grenze gut abgedeckt, doch z.B. enthält Wurst ca. 1200mg pro 100 g. In der Regel sollte man etwa 6 Gramm Kochsalz (entspricht einem gehäuften Teelöffel) täglich zu sich nehmen um den Natriumbedarf abzudecken. Bei körperlicher Anstrengung und durch den Schweiß verlieren wir wiederum einen Großteil des Natriums und deshalb kann der Wert bei Sportlern z.B. variieren.

 

Mineralstoff Nr. 4: Kalium

Kalium ist ein Mineralstoff, welche so ausschließlich in unseren Zellen selbst vorkommt und für dessen erhalt essentiell ist. Neben Schwefel, Calcium und Phosphor ist Kalium das nächsthäufigste Bioelement in unserem Organismus. Es ist, neben dem Natrium, ebenfalls zuständig für den osmotischen Druck auf zellularer Ebene. Es regelt den Wasserhaushalt der Zellen und dient der Energieproduktion. Ebenfalls ist es für die Regulierung von dem Elektrolyt-Wasser-Haushalt, Muskelkontraktionen und Muskelreize zuständig. Aus diesem Grund ist es wichtig für uns immer darauf zu achte, dass wir ebenfalls ausreichend Kalium zu uns nehmen. Die Übertragung von Reizen entlang der Nervenbahnen und die Übermittlung von Signalen an Impulsen zu den Muskel- und Nervenzellen funktioniert ohne ausreichende Kaliumversorgung nicht. Eine weitere wichtige Funktion von Kalium innerhalb unserer Körpers ist trägt zum Funktionalität der Verdauungssäfte bei. Diese werden benötigt um den Magen-Darm-Trakt am Laufen zu erhalten, wodurch die Energieproduktion angeregt wird. An dieser Stelle muss man dazu erwähnen, dass eine korrekte Balance zwischen Natrium und Kalium bestehen muss, denn die Ausscheidung der Menge an Kalium korreliert stark von der Menge an aufgenommen Natrium. Haben wir zu viel Natrium in unserem Körper, wird automatisch eine große Menge von Kalium ausgeschieden.

 

Die größten Kaliumquellen:

Besonders häufig finden wir Kalium in ballaststoffreichen Nahrungsmitteln wie Kartoffeln, Bananen, Spinat, Nüssen, Avocados, Vollkornprodukte oder anderen Gemüse. Somit sollte bei einer ausgewogenen Ernährung kein Mangel an Kalium vorkommen. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Kaliumbedarf eines ausgewachsenen Menschen mit 2000 mg ausreichend gedeckt ist.

Durch eine gesunde Ernährung füllt sich der Kaliumspeicher von ganz allein.

Kaliummangel und Mangelerscheinungen:

Grundsätzlich ist es auf natürlichem Wege nicht möglich eine Kaliummangel zu erleiden, gesetztenfalls man folgt keiner gesunden Ernährung. Jedoch kann es vorkommen, dass bedingt durch Erkrankungen wie Durchfall oder dem Verwenden von abführenden Mitteln ein großer Kaliumanteil aus dem Körper gespült werden. Anzeichen eines solchen Mangels können sein:

  • Anhaltende Verstopfung
  • Lähmungserscheinungen und dauerhafte Trägheit der Muskeln
  • Abgeschwächtes Reizempfinden besonders am Herzen.

Sollte ein Solcher Mangel herrschen, ist es meistens schon ausreichend die Ernährung auf kaliumhaltige Nahrungsmittel umzustellen.

 

Mineralstoff Nr. 5: Phosphor

Zu guter Letzt haben wir noch Phosphor als wichtigen Mineralstoff auf der Liste. Phosphor ist neben dem Calcium das zweithäufigste Bioelement in unserem Körper. Genau wie Calcium selbst wird es primär für den Aufbau von Zähnen und Knochen benötigt. Der Körper eines erwachsenen Menschen enthält bis zu 700 Gramm Phosphor im Durchschnitt. Der größte Teil (85%) davon wird zum Erhalt und Aufbau der Zähne und Knochen verwendet. Der restliche Anteil (15%) werden für die Energiegewinnung und -verwertung benötigt und sitzen hauptsächlich in der Muskulatur, der Leber, dem Gehirn und weiteren Organen. Ebenfalls ist auch ein weiterer Teil in unserem Blut angelagert und sorgt für einen funktionierenden Blutfluss.

 

Nahrungsmittel in durch die wir ans unser Phosphor gelangen:

Häufig zu finden ist Phosphor in den Hauptnahrungsmitteln Fisch, Fleisch, Milch und Käse aber auch eigentlich jede Getreidesorte, Kartoffeln und Eier sind gute Lieferanten dafür. Hingegen der restlichen Hauptmineralstoffe ist Phosphor nur zu geringen Mengen und Obst und Gemüse enthalten. Ein hoher Phosphorgehalt ist ebenfalls in industriell hergestellten Lebensmitteln zu finde, denn dieses wird zu großen Teilen in der Verarbeitung zugesetzt.

Getreide so wie Linsen sind perfekte Lieferanten für den nötigen Phosphoranteil in unserem Körper.

Mangelerscheinungen und Ursachen:

Grundsätzlich ist auch hier zu sagen, dass ein Phosphormangel eher selten vorkommt. Hauptsächlich ist ein solcher Mangel nur in Verbindung mit diversen Krankheiten zu beobachten. Ausschlaggebende hierfür können sein:

  • Nierenerkrankungen jeglicher Ar
  • Vitamin D-Mangel
  • Morbus Crohn
  • Alkoholkrankheiten und übermäßiger Alkoholkonsum
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Zöliakie

Aber auch eine Einwirkung von außerhalb durch Medikamente kann eine Mangelerscheinung hervorrufen.

Trotz der folgenden Symptome kann eine anhaltende Mangelerscheinung für sehr lange Zeit unentdeckt bleiben. Liegt eine Mangelerscheinung vor, so bedient sich der Körper, ähnlich wie beim Calcium, an dem Phosphoranteil der Knochen. Dies ist für eine kurzweile Mangelerscheinung unbedenklich, denn durch eine ausgewogene Ernährung füllen sich die Speicher rasch wieder auf. Auf langanhaltende Sicht sollte eine zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nach Absprache mit dem Arzt in Erwägung gezogen werden.

Symptome einer Mangelerscheinung können sein:

  • Knochenschmerzen
  • Dauerhafte Muskelkrämpfe
  • Wachstumsstörung bei Kindern
  • Herzrhythmusstörungen
  • Verdauungsbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen
  • Infektanfälligkeiten

 

Fazit

Jeder dieser Mineralstoffe ist essentiell für unseren Organismus. Ohne diese kann der menschliche Körper nicht funktionieren. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass bei einer gesunden Ernährung nur sehr geringe Chancen bestehen, dass eine Mangelerscheinung überhaupt auftritt. Sollte dies der Fall sein, so kann es in den meisten Fällen durch eine gezielte Ernährungsumstellung bereits behoben werden.

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