Die Wahrheit hinter Aromastoffen – warum sie Deinem Kind schaden!

Aromastoffe

Während natürliche Lebensmittel wie Äpfel und Birnen stets einen individuellen Geschmack besitzen, schmecken künstliche Industrieprodukte immer gleich. Sowohl Fertigpizzen und Torten als auch Früchtetee und Tiefkühlgemüse zeichnen sich unabhängig von der aktuellen Jahreszeit durch einen kräftigen sowie identischen Geschmack aus.

Der Grund dafür liegt darin, dass industriell gefertigte Produkte bewusst geschmacksbefreit hergestellt werden. Erst durch die Zugabe von Aromen entsteht eine bestimmte Würze, die exakt repliziert werden kann. Doch werden diese Produkte dadurch nicht nur genießbar, sondern auch gesundheitsschädlich? Woraus bestehen Aromen eigentlich und wie manipulieren sie die Sinne? Sind einige Aromastoffe sogar giftig und können lebensbedrohlich enden? Die Antwort auf diese Fragen erhalten Sie in diesem Artikel.

 

Was sind eigentlich Aromen?

Grundsätzlich wird der Begriff Aroma mit einem intensiven Geruch oder Geschmack gleichgesetzt. Bereits der waldige Duft von frischen Pilzen regt bei vielen Menschen den Appetit an. Eine ähnliche Reaktion kommt auch durch den markanten Geschmack von gebratenen Kräutern und Gewürzen zustande. Jedes Lebensmittel verfügt über ein unverwechselbares Aroma, das mehr oder weniger stark ausgeprägt ist. Selbst mit verbundenen Augen können die meisten Menschen Pfefferminze, Zitrone und sogar Orangensaft ohne Probleme erkennen. Die Unterscheidung von Möhren, Feldsalat und Brokkoli fällt dagegen oftmals schwer.

Künstliche Armoastoffe

Mit stark aromatischen Zutaten lässt sich der Geschmack von weniger kräftigen Lebensmitteln leicht überdecken. Auf diese Erkenntnis sind die Menschen bereits vor mehreren Jahrhunderten gestoßen. Sowohl mit Rauch als auch mit vielfältigen Gewürzen werden viele Speisen haltbarer und geschmacksintensiver gestaltet. Im Mittelalter konnten die Aromen von Pflanzen bereits gezielt extrahiert werden. Die dadurch entstandenen ätherischen Öle nutzten vorerst lediglich Mediziner als Heilmittel. Im 19. Jahrhundert wurden sie schließlich auch zur Verfeinerung von Speisen eingesetzt. Heute nutzt die Aromaindustrie sogar synthetische Substanzen und genmanipulierte Zutaten, um neue künstliche Aromen zu erschaffen.

 

Worin befinden sich diese Stoffe?

Aromen befinden sich heute in nahezu jedem verarbeiteten Lebensmittel. Lediglich frische Zutaten wie Obst, Fisch oder Gemüse dürfen nicht mit ihnen versetzt werden. Ebenso darf auch Honig nicht mit Aromen und Zusatzstoffen versehen werden, da es sich um ein reines Naturprodukt handelt. Verpackte Speisen und Getränke enthalten jedoch nahezu immer eine Vielzahl unterschiedlicher Geschmacks- und Geruchsstoffe. Kaum ein Produkt wird heute noch ohne den Einsatz von Aromen hergestellt.

tiefkühlkost

Die meisten Aromastoffe befinden sich in Fertiggerichten, Tiefkühlprodukten sowie Konserven. Darüber hinaus sind sowohl Pizzen und Lasagnen als auch gewöhnliches Tiefkühlgemüse und gefrorene Früchte mit zahlreichen Aromen versetzt. Auch in Milchprodukten wie Käse, Brotaufstrich und Joghurt kommen sie immer häufiger zum Einsatz. Neben Süß- und Backwaren sind sie in Müsli, Ketchup, Essiggurken und sogar Babynahrung enthalten. Aktuell fällt es schwer, ein Produkt zu finden, in dem keine Aromen enthalten sind.

 

Der Grund, warum die Hersteller Aromen so häufig verwendet

Aromastoffe werden heute in zahlreichen Lebensmitteln verwendet. Das liegt vor allem daran, weil sie preiswert hergestellt und weiterverarbeitet werden können. Während der Lebensmittelhersteller dadurch seinen Gewinn enorm steigert, bemerken die Verbraucher in der Regel keinen geschmacklichen Unterschied. Zur Zubereitung von 100 Kilogramm Fruchtjoghurt sind entweder sechs Cent an Aromastoffen oder Früchte im Wert von 30 Euro notwendig. Bei anderen Zutaten wie Nüssen oder Fleisch ist die Gewinnsteigerung sogar noch deutlicher. Die gesundheitlichen Auswirkungen für die Konsumenten bleiben daher schnell ungeachtet.

Weiterhin sind sie notwendig, um den aktuellen Bedarf an Lebensmitteln zu decken. Jedes Jahr werden weltweit über 15.000 Tonnen Vanille benötigt. Die gesamte Vanilleproduktion umfasst jährlich jedoch gerade einmal 40 Tonnen. Allein die Nachfrage in Deutschland könnte nicht einmal durch alle Vanille-Pflanzen auf der Welt befriedigt werden. Neben der geschmacksverstärkenden Wirkung zeichnen sich diese Stoffe auch durch ein gleichbleibendes Aroma aus. Dadurch kann der einzigartige Geschmack eines Produktes nicht von der Konkurrenz nachgebildet werden.

 

Die Unterschiede in den Aromen

Aktuell wird kaum noch zwischen natürlichen und künstlichen Aromastoffen unterschieden. Während ein natürliches Aroma ein konkretes Vorbild aus der Natur besitzt, verfügen künstliche Geschmacksstoffe über kein natürliches Äquivalent. In Deutschland dürfen derzeit nur 15 künstliche Aromen zum Einsatz kommen. Diese werden zur Herstellung von Kaffee, Tee, Brot, Käse und vielen weiteren Nahrungsmitteln verwendet.

Natürliche Aromen sorgen oftmals für Verwirrung, da diese nicht zwangsläufig aus den angepriesenen natürlichen Produkten stammen müssen. Sie sollen lediglich einem natürlich vorkommenden Geschmacksstoff ähneln. Zur Herstellung zahlreicher Erdbeerjoghurts mit natürlichen Aromen wird häufig keine einzige Erdbeere verwendet. Stattdessen bestehen sie aus dem bekannten Holzstoff Lignin.

Weiterhin kommen auch sogenannte Raucharomen zum Einsatz. Ein Produkt mit Raucharoma wird jedoch längst nicht mehr durch das traditionelle Räuchern zubereitet. Die dafür benötigten Geschmacksstoffe stammen aus einem Labor und werden dort durch die Kondensation von gereinigtem Rauch hergestellt. Deshalb gibt es sie sowohl in flüssiger als auch in fester Form. Sie bestehen aus über 400 chemischen Verbindungen, die unter anderem bei Rauchern Lungenkrebs verursachen.

Schließlich gibt es ebenfalls thermisch gewonnene Reaktionsaromen. Diese verfügen selbst weder über einen Geruch noch über einen Geschmack. Beides bildet sich erst dann, wenn sie erhitzt werden. Auf diese Weise wird in Fertigprodukten der Eindruck von gebratenem Fisch oder Bratkartoffeln erweckt.

 

Sind Aromen schädlich für die Gesundheit?

Aromen überdecken nicht nur den Geschmack, sondern auch den Geruch eines Lebensmittels. Deshalb werden Sie unter anderem dafür eingesetzt, um den schlechten Geruch eines Produktes zu verschleiern. Dieser wirkt jedoch nur deshalb so abschreckend, weil der Geruchssinn den Menschen auf diese Weise vor dem Verzehr eines verdorbenen Lebensmittels bewahren will. Durch den Einsatz von Aromastoffen ist die schlechte Qualität eines Produktes nicht mehr zu erkennen. Weiterhin vermitteln sie das Gefühl, sich gesund zu ernähren, obwohl nur künstliche Geschmacksstoffe ohne jeglichem Nährwert verzehrt werden.

künstliche Aromastoffe

Gleichzeitig regt der Geruch von frischen Früchten und leckeren Speisen die Produktion von Speichel und Magensaft an. Es entsteht automatisch ein starkes Hungergefühl, das oftmals zum Kauf der Speisen führt. Aus diesem Grund fällt es vielen Menschen schwer, an einem Fast-Food-Restaurant vorbeizugehen, ohne etwas zu bestellen. Die künstlichen Aromen in vielen Lebensmitteln zwingen diese Menschen auch dann förmlich zum Kauf, wenn diese keinen Hunger haben.

Darüber hinaus stellt sich bereits nach wenigen Mahlzeiten ein Gewöhnungseffekt ein. Der Geschmack eines Produktes ist sehr stark von dessen Geruch abhängig. Deshalb haben viele Menschen Probleme damit, nach dem Konsum von aromatisierten Lebensmitteln noch den Geschmack eines naturbelassenen Produktes zu erkennen. Vor allem für Kinder ist dieser Effekt sehr gefährlich, da diese häufig keine natürlichen Produkte mehr zu sich nehmen wollen. Es wurde bereits mehrfach nachgewiesen, dass Aromastoffe ein Suchtverhalten auslösen und einer der Hauptgründe für das Übergewicht unserer Gesellschaft sind. Von Aromen profitieren daher hauptsächlich Restaurants und Lebensmittelkonzerne.

 

Aromastoffe sind schädlich für dein Kind!

Die fatalen Folgen des Aromakonsums zeigen sich vor allem bei Kleinkindern. Während der ersten vier Monate sollten diese nur gestillt werden. Erst danach ist das zusätzliche Füttern mit Ergänzungsnahrung möglich. Dabei sollten Sie jedoch weiterhin auf Salz und Aromastoffe verzichten. Die Hersteller von Babynahrung kümmern gesundheitliche Bedenken jedoch kaum. Eine Studie der Verbraucherzentrale Wiesbaden ergab, dass 21 von 25 Herstellern vielfältige Aromen in ihren Beikost-Produkten verwenden.

Diese beeinflussen den Geschmackssinn der Kinder jedoch nachhaltig. Je früher sie mit Aromen in Kontakt kommen, umso schwerer sind die gesundheitlichen Folgen. Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder insbesondere dann natürliche Nahrungsmittel verweigern, wenn sie im Kleinkindalter mit Aromastoffen gefüttert wurden. Kinder, die häufig Milch mit synthetischem Bananengeschmack, Vanillin oder künstlichem Erdbeeraroma konsumieren, lehnen darüber hinaus oftmals Naturjoghurt mit echten Früchten strikt ab.

Aufgrund dieser frühkindlichen Prägung wachsen betroffene Kinder zu kaufkräftigen Kunden heran, die stets ungesunde Lebensmittel gegenüber natürlichen Produkten vorziehen. Gleichzeitig wurde beobachtet, dass diese Kinder einen deutlich größeren Appetit verspürten und deshalb stärker zu Übergewicht neigten. Ein häufiger Aromakonsum in der Kindheit verursacht aber nicht nur chronisches Übergewicht, sondern begünstigt auch zahlreiche schwere Erkrankungen.

 

Einige Aromastoffe sind giftig!

Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) hat bereits eine umfassende Risikobewertung zu sämtlichen Aromen durchgeführt. Sie kam zu dem Resultat, dass nahezu alle Aromastoffe nicht lebensbedrohlich sind und daher als sicher eingestuft werden. Sie konzentrierte sich insbesondere auf die Untersuchung dieser Stoffe hinsichtlich ihrer toxischen, erbgutverändernden sowie krebserregenden Wirkung. Bei sieben der analysierten Aromen konnte eine giftige Wirkung zweifelsfrei nachgewiesen werden. Diese dürfen deshalb nicht länger bei der Herstellung von Lebensmitteln zum Einsatz kommen.

Als besonders gefährlich gilt der Aromastoff Perilla-Aldehyd. Dieser wurde noch vor wenigen Jahren regelmäßig verwendet, um zahlreichen Produkten einen intensiven Zitronengeschmack zu geben. Darunter zählten neben Getränken und Puddings auch Fleischerzeugnisse und Backwaren. Dieses Aroma hat eine nachweislich gentoxische Wirkung und verursacht dadurch massive Schäden an der DNA. Darüber hinaus greift es auch die Leber an und verursacht somit schwere Erkrankungen.

Für viele weitere Aromastoffe wurden gesetzliche Mengenbeschränkungen eingeführt, da sie ihre toxische Wirkung erst in hohen Dosen entfalten. Zahlreiche Produkte sollten deshalb nur in Maßen genossen werden. Die Untersuchungen der EFSA sind jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Bei vielen Aromen ist bislang noch unklar, in welcher Konzentration sie eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

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