Diese Methode lernen wir in der Grundschule um unser Gehirn jung zu halten (wir wenden es aber kaum an)

Rund 42% der Hochschulabsolventen werden nach ihrem Hochschulabschluss kein Buch mehr lesen. Bei der deutschen Bevölkerung fehlen sogar bei 17,5% die Basiskenntnisse im Lesen. Dabei ist Lesen der einfachste Weg um seine Gehirnkapazitäten zu erhöhen und bis ins hohe Alter zu bewahren. Neue Studien über die wir hier berichten möchten, haben dies nun in mehreren Langzeitstudien herausgefunden.

Während wir lesen finden komplexe Prozesse in unserem Gehirn statt. Besonders die linke Gehirnhälfte, die rationale, sprachliche und analytische Prozesse verarbeitet, wird beim Lesen beansprucht und trainiert. Unser Gehirn ist wie ein Muskel der trainiert werden möchte. Je mehr wir trainieren, desto flexibler und leistungsstärker wird das Gehirn.

Nach dem Lesen entstandene Verbindungen im Gehirn (fMRI Scan)

Nach dem Lesen entstandene Verbindungen im Gehirn (fMRI Scan)

In einer Studie mit 21 Studenten wurde die Auswirkung von Lesens auf das Gehirn untersucht. Hierfür lasen die Studenten den Thriller „Pompeii“ von Robert Harris über einen Zeitraum von 9 Tagen. An jedem Morgen und 5 Tage nach Abschluss des Experiments wurden die Gehirne der Studenten mittels fMRI-Scanner untersucht. Hierbei zeigten sich eine Vielzahl neu entstandener Neuroverbindungen, besonders in der linken Gehirnhälfte (linker temporaler Kortex), verglichen mit einer Kontrollgruppe die kein Buch gelesen hat.

Frühe Leser haben höheren IQ und sind im Berufsleben erfolgreicher

In einer Langzeitstudie mit über 1800 Zwillingspaaren die über 16 Jahre durchgeführt wurde, konnte beobachtet werden, dass Kinder die früh Bücher gelesen haben später im Leben einen höheren IQ nachweisen konnten. Dies ist besonders interessant, da die anderen Faktoren wie z.B. Genetik, Elternhaus und soziales Umfeld bei den Geschwisterpaaren gleich waren.

Wer viel liest hat nicht nur bessere Chancen im späteren Leben erfolgreich zu sein, er kann auch die geistige Leistung bis ins hohe Alter erhalten und Alzheimer sowie Demenz vorbeugen. In einer Langzeitstudie mit fast 1000 Probanden konnte der einsetzende mentale Rückgang um 32% verringert werden. Bei Testpersonen die mindestens eine Stunde pro Tag gelesen haben, hat sich das Risiko an Alzheimer oder Demenz zu erkranken drastisch verringert.

 

Die 6-minütige Anti-Stress-Therapie

Lesen verbessert nicht nur die Gehirnleistung und hilft uns sie bis ins hohe Alter zu bewahren – es fungiert auch als Anti-Stress-Therapie. Die neuste Studie der University of Sussex kommt zu dem Ergebnis, dass Lesen eine bessere Methode zur Stressbewältigung ist als herkömmliche Methoden wie z.B. Musik zu hören oder Spazieren zu gehen. 6-minütiges Lesen verringerte die Konzentration von Stresshormonen um 68 Prozent (Musik hören: 61 Prozent, Spazieren gehen: 42 Prozent).

 

Quellen

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