Ein Heilmittel für Blinde? Omega-3-Fettsäuren

Makuladegeneration

Eine der am häufigsten auftretenden Ursachen für Blindheit im Alter ist die sogenannte Makuladegeneration. Sie führt innerhalb weniger Jahre zum vollständigen Verlust des Sehvermögens und stellt daher eine enorme Einschränkung der Lebensqualität dar. Aktuell gibt es noch keine medizinisch anerkannte Behandlungsmethode für diese Krankheit. Durch eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren können die Symptome einer trockenen Makuladegeneration jedoch deutlich verbessert werden. Dadurch wurden nach langjähriger Forschung erstmals erkennbare Erfolge bei der Behandlung dieser Krankheit verzeichnet.

 

Makuladegeneration raubt schrittweise das Augenlicht

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Im Alter ist die Makuladegeneration eine der häufigsten Augenkrankheiten

Als Makuladegeneration werden mehrere Krankheiten bezeichnet, die das Auge befallen und die Sehfähigkeit spürbar einschränken. Sie beginnen meist in der Macula Lutea (Gelber Fleck) und breiten sich von dort bis zum Punkt des schärfsten Sehens aus. Nach mehreren Jahren des allmählichen Funktionsverlusts lässt die Sehkraft so stark nach, dass sich eine hochgradige Sehbehinderung und sogar eine Blindheit entwickelt.

Grundsätzlich breitet sich die Krankheit dabei vom Zentrum des Sichtfelds nach außen hin aus. Erkrankte erkennen daher meist das Gesicht eines Gesprächspartners nicht mehr, obwohl sie dessen Frisur und Kleidung klar und deutlich sehen. Darüber hinaus ist es Erkrankten nicht möglich, entspannt zu lesen. Oftmals können Betroffene nur unter größeren Schwierigkeiten einen Text erkennen, der sich am Rand des Sichtfelds befindet. Deshalb führt diese Krankheit stets zu einem massiven Verlust an Lebensqualität.

Bei Menschen im Alter von über 50 Jahren ist die Degeneration der Makula einer der häufigsten Gründe für die einsetzende Erblindung. Bisher konnte noch kein zuverlässiges Heilmittel gegen diese Erkrankung entwickelt werden. Deshalb können zahlreiche Betroffenen nur darauf warten, ihre Sehkraft schließlich vollständig zu verlieren. Sie verfügen im fortgeschrittenen Krankheitsstadium lediglich über einen kleinen Rest ihrer Sehkraft. Daher werden sie aus rechtlicher Sicht bereits vollständig als Blinde betrachtet.

 

Chronische Entzündungen verursachen Blindheit im Alter

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Der Makuladefekt ist an dem gelben Punkt erkennbar.

Die Makuladegeneration wird im Alter vermutlich durch chronische Entzündungen ausgelöst. Dadurch gibt es für Erkrankte etwas Hoffnung auf die Besserung ihrer Symptome. Sowohl amerikanische als auch griechische Forscher haben in mehreren Studien herausgefunden, dass die Sehfähigkeit von Patienten durch den Einsatz von Omega-3-Fettsäuren gesteigert werden kann. Diese Wirkung kommt vor allem durch die entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren zustande.

Bisher konnte die Ursache der Makuladegeneration noch nicht ausreichend geklärt werden. Da sie jedoch erst ab einem Alter von 50 bis 55 Jahren auftritt, vermuten Wissenschaftler einen direkten Zusammenhang zwischen chronischen Entzündungen und dem Entstehen der Erkrankung. Darüber hinaus sollen auch freie Radikale einen großen Einfluss spielen oder zumindest das Risiko auf eine Makuladegeneration deutlich erhöhen. Gemeinsam mit bestimmten Genen ist daher vermutlich das Andauern chronischer Entzündungen für diese Krankheit verantwortlich. Genau an diesem Punkt setzt die Behandlung der Makuladegeneration mit Omega-3-Fettsäuren an.

 

Omega-3-Fettsäuren verzeichneten bereits erste Erfolge bei Makuladegeneration

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Die Zugabe von Omega 3 Fettsäuren in der richtigen Kombination kann helfen

In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Studien durchgeführt, um die Wirkung der ungesättigten Fettsäuren auf die Makuladegeneration zu untersuchen. Die vielversprechendsten Ergebnisse konnte die Studie des Dr. Georgiou liefern. Bei den meisten Versuchen stellte sich keinerlei Besserung bei den Patienten ein. Lediglich die Forschung des Wissenschaftlers und seines Teams war in der Lage, die Steigerung der Sehkraft erfolgreich nachzuweisen. Den Grund für diesen Durchbruch sehen die meisten Mediziner in der speziellen Zusammensetzung der verabreichten Fettsäuren.

Während Studie wurden 25 Patienten über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg täglich mit fünf Gramm Omega-3-Fettsäuren behandelt. Dabei achtete das Forschungsteam strikt auf die Einhaltung eines Verhältnisses von 1,6 g Docosahexaensäure und 3,4 g Eicosapentaensäure. Dieses Mengenverhältnis stellte sich schließlich als Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung der Makuladegeneration heraus. Bei sämtlichen Patienten konnte eine deutliche Verbesserung der Sehkraft beobachtet werden.

 

Deutliche Verbesserung der Sehkraft durch Omega-3-Fettsäuren

Die Sehfähigkeit der Patienten wurde einmal alle sechs Wochen durch einen Sehtest ermittelt. Bei diesem zeigten die Forscher den Studienteilnehmern Bilder, die mit mehreren Buchstabenreihen bedruckt waren. Insgesamt befanden sich in jeder der Reihen fünf Buchstaben, die ein Patient erkennen musste. Mit jeder Reihe wurden die Buchstaben immer kleiner, sodass es den Patienten zunehmend schwerer fiel, diese zu lesen.

Im Verlauf der Studie konnten die Teilnehmer immer mehr Buchstaben und Reihen korrekt vorlesen. Während die meisten Patienten am Anfang der Studie gerade einmal eine Reihe lesen konnten, waren Sie nach Ablauf der sechs Monate bereits in der Lage, zwei bis drei Reihen zu erkennen. Dadurch stellte sich bei jedem Betroffenen eine deutlich erkennbare Besserung der Symptome ein.

 

Omega-3-Fettsäuren als effektives Mittel gegen Makuladegeneration

Bei keinem einzigen der Studienteilnehmer blieb die Verbesserung der Sehkraft aus. Diesen enormen Erfolg erklären sich die durchführenden Wissenschaftler durch die wechselseitige Wirkung von Eicosapentaen – und Docosahexaensäure im richtigen Verhältnis. Für eine offizielle Zulassung dieser Behandlungsmethode müssen jedoch erst umfassende Langzeitstudien erfolgreich durchgeführt werden. Dennoch sind die Forscher davon überzeugt, dass sich Makuladegeneration effektiv mit Omega-3-Fettsäuren behandeln lässt.

Aus diesem Grund sind bereits zahlreiche weitere Studien über die Wirkung dieses Mengenverhältnisses bei akuter Makuladegeneration in Planung. Viele Forschungsinstitute arbeiten mit Hochdruck an einem Heilmittel. Neben Omega-3-Fettsäuren werden weitere Wirkstoffe und Maßnahmen eingesetzt, um der Entstehung dieser Degeneration vorzubeugen oder zumindest ihre Symptome zu lindern. In einigen Fällen ist es bereits gelungen, das Fortschreiten der Erkrankung vollständig zu stoppen. Künftig könnte ein Mittel auf Basis dieses Mengenverhältnisses sogar flächendeckend für die Linderung der Symptome einer Makuladegeneration sorgen und die Blindheit zahlreicher Menschen heilen.

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