Genmanipulierte Nahrung – Warum in der Wirtschaft die Gesundheit hinter dem Profit steht!

Gentechnik Gemüse

Von der Wissenschaft und der Agrarindustrie gefeiert, von Konsumenten gefürchtet: gentechnisch veränderte Produkte wie Soja oder Weizen. Dass die veränderte DNA durchaus ihre Spuren hinterlassen können, zeigen Studien immer wieder. Langfristige Folgen sind gar nicht abschätzbar. Daher sollten wir uns nicht zu Testkaninchen machen und gentechnisch veränderte Lebensmittel vermeiden!

 

Pestizide hinterlassen oft giftige Rückstände. Um dieses Problem zu entgehen und trotzdem einen hohen Ernteertrag zu bekommen, greifen viele in der Agrarwirtschaft auf gentechnisch veränderte Pflanzen zurück. Durch die Veränderung ihrer DNA halten sie Schädlingsangriffe stand und können extremen Wetterschwankungen trotzen. Doch wie bei jedem Lebensmittel können auch Bruchstücke dieser veränderten DNA beim Essen in unsere Körper gelangen. Hier hegen Forscher ehebliche Zweifel, ob der ständige Konsum nicht doch langfristig Folgen auf die Gesundheit hat.

Wie Studien an Ziegen zeigen, sind die Auswirkungen nicht nur in der betroffenen Generation nachweisbar, sondern hinterlässt auch in der nachfolgenden Generation ihre Spuren.

 

Profitmasche Gen-Soja: Genmanipuliertes Futtermittel als Ertragsquelle

In der Untersuchung wurde gentechnisch verändertes Soja verwendet. Hier hatte man das Soja so verändert, dass es gegen das bekannte Pestizid Roundup resistent ist. Sprüht man es auf ein solches Gen-Sojafeld, sterben alle anderen, nicht resistenten Pflanzen ab und nur das gentechnisch veränderte Soja bleibt stehen. Für die Bauern bedeutet dies mehr Ertrag, was wiederum mehr Geld bedeutet.

Gentechnik

Genmanipulierter Soja wird oftmals von Bauern eingesetzt um die Ertragsrate zu erhöhen!

Da gentechnisch veränderte Produkte im Supermarkt gekennzeichnet werden müssen, werden Gen-Soja und Gen-Mais häufig stattdessen an Nutztiere verfüttert. Das später verkaufte Fleisch oder Milchprodukt muss dann nicht mehr zwangsläufig gekennzeichnet werden.

 

Eine Studie beweisst, genmanitpulierte Nahrung hat nachweißlichen Einfluss auf das Wachstum!

Die italienische Forscherin Dr. Raffaella Tudisco von der Universität in Neapel wollte nun mit ihren Kollegen herausfinden, wo mögliche Roundup-Genfragmente im Körper von Ziegen vorkommen könnten. Die erschreckende Bilanz: Sowohl im Blut als auch in der Muttermilch von Ziegen konnten diese Gen-Fragmente nachgewiesen werden. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Zicklein. Fraßen auch diese Gen-Soja, waren viele Prozesse für die Bildung von Enzymen verändert.

Einige Jahre später hat Tudisco in einer weiteren Studie festgestellt, dass Zicklein, deren Mütter Gen-Soja fraßen, im Schnitt um etwa ein Fünftel kleiner waren als normale Zicklein. Dabei waren die Kleinen zur Geburt etwa gleich groß, berichtet Tudisco in ihrer Studie. Die Biestmilch der Ziegen enthielt bei genauerer Analyse weniger Fett und Proteine. Dies könnte der Grund dafür sein, warum die Zicklein weniger schnell wuchsen.

 

Kritische Stimmen drohen unterzugehen!

Da industrielle Interessen im Vordergrund stehen, drohen auch Tudiscos Erkenntnisse im Studiendschungel unterzugehen. Denn viele Studien berichten von keinen nennenswerten Beobachtungen beim Konsum von gentechnisch veränderten Produkten. Dabei weisen Experten immer wieder darauf hin, dass gentechnisch verändertes Soja oder Mais zumindest Auswirkungen auf Tiere haben.

Gentechnik

Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel wie Soja oder Mais können nachhaltige Auswirkungen auf die Tiere haben, doch dies wird einfach totgeschwiegen!

Einer dieser Experten ist Dr. Jonathan Latham, vom Bioscience Resource Project in den USA. Die gemeinnützige Organisation setzt sich seit Jahren kritisch mit den Fortschritten in der Agrikultur auseinander. Gerade in einer aktuellen Studie weisen er und seine Koautoren darauf hin, dass Pflanzen, die durch gentechnischen Manipulation schädlingsresistent werden, häufig hohe Mengen an toxischen Inhaltsstoffen tragen, die nicht nur für Schädlinge, sondern auch für die restliche Fauna tödlich sein kann. Zwar könne dadurch die Menge an gespritzten Pestiziden gesenkt werden, doch letztendlich enthalte die Pflanze weiterhin schädliche Giftstoffe.

 

Gefährliche Auswirkungen auf Menschen sind absehbar

Trotz dieser Erkenntnisse, wird seitens der Industrie immer wieder darauf hingewiesen, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel keine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Dabei gibt es Gen-Produkte erst seit wenigen Jahrzehnten, die langfristigen Auswirkungen auf Nachkommen, auch in nachfolgenden Generationen, sind also noch gar nicht abzusehen. Wenn sie allerdings bereits bei Tieren zu nachweisbaren Effekten führen kann, liegt es nahe, dass der Mensch nicht völlig unbetroffen sein kann.

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Spuren von genmanipuliertem Futtermittel lassen sich noch später in dem Fleisch der Tiere finden!

Zwar ernähren wir uns nicht ausschließlich von Milch, doch mit jedem Stück Käse, Jogurt, Fleisch oder auch Sojaprodukte aus nicht nachverfolgbarem Anbau, essen wir ein Stückchen Gentechnik mit. Es ist daher ratsam, stets auf die Herkunft der Produkte zu achten, die wir konsumieren. Nur so können wir die Exposition gegenüber gentechnisch veränderter DNA minimieren.

 

Quellen:

https://www.cambridge.org/core/journals/animal/article/fate-of-transgenic-dna-and-evaluation-of-metabolic-effects-in-goats-fed-genetically-modified-soybean-and-in-their-offsprings/573558403680E9D29D5B8344412711A8

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921448815000528

http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/02648725.2017.1357295

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