Mandeln – Der effektive Helfer für einen guten Cholesterinspiegel

Mandeln sind nicht nur unfassbar lecker, in ihnen stecken auch viele wichtige Mineral- und Nährstoffe. Sie lassen sie wunderbar in die tägliche Ernährung einbauen und mit ihrer Vielfältigkeit für eine Verwendung kann man die unterschiedlichsten Dinge aus ihnen zaubern, wie z.B. Mandelmilch, Gebäck, Salatdressings oder auch Käse. Die Liste scheint schier endlos. Doch was kann die kleine Steinfrucht denn noch alles?

 

Die Mandel als Lieferant von Mineral- und Nährstoffen

Unabhängig von der vielfältigen Verwendungsmöglichkeit, welche einem die Mandel bietet, ist der kleine Snack einer der Toplieferanten für Mineralstoffe wie etwa Zink, Magnesium und Eisen aber auch für die wichtigen B-Vitamine.

Doch nicht nur hinsichtlich der Mineralstoffe ist die Mandel eine wahre Bombe, auch in Sachen Nährstoffversorgung ist sie ganz weit vorne mit dabei.

Rund 100g der tollen Steinfrucht besteht aus:

 

Die Mandel und ihre Fette

Hört man das Wort „Fett“ denkt man immer gleich an „Bauchfett, fettiges Essen (Fast Food), dick sein oder ähnliches“, doch tatsächlich sind Fette für uns lebenswichtig und wir unterscheiden zwischen „guten und schlechten Fette“.

Die Mandel selbst besteht aus bis zu 70% aus einfach ungesättigten Fettsäuren, bis zu 20% aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren (die guten Fette) und bis zu 10% aus gesättigten Fettsäuren (die schlechteren oder schlechten Fettsäuren).

Der gesunde Fettanteil in den Mantel überwiegt deutlich und macht die leckere Steinfrucht zu einem wahren Plus für unsere Gesundheit.

Der Anteil an Omega-3-Fettsäuren, welcher innerhalb der mehrfach ungesättigten Fettsäuren vorkommt, steht im Verhältnis 1:30. Hinsichtlich einer Omega-3-Versorgung sollten die Mandeln jedoch nicht als Hauptlieferant in Betracht gezogen werden, denn dafür ist das Verhältnis zu gering. Für eine hinreichende Versorgung an Omega-3-Fettsäuren eignen sich: Fisch, andere Nüsse wie Wal– oder Haselnüsse, Avocados oder Chia Samen.

Insbesondere die Zusammensetzung an Fettsäuren macht die Mandel für uns so gesund und deshalb sollte sie in unsere tägliche Ernährung implementiert werden.

 

Die Mandel als Regulator für den Cholesterinspiegel

Wissenschaftler haben bereits schon länger vermutet, dass die kleine Steinfrucht, aufgrund ihrer guten Fettzusammensetzung, eine positive Wirkung auf unseren Cholesterinspiegel haben muss. Nun zeigt eine Studie, welche im Jahre 2017 im Journal of Nutrition, veröffentlich wurde, welchen Einfluss die Mandel tatsächlich auf unseren Cholesterinspiegel hat und warum sie es schafft diesen zu Regulieren.

Bislang war immer bekannt, dass ein Verzehr von Mandel, bedingt durch ihre Zusammensetzung und dessen Auswirkung auf unseren Organismus, es schafft den Cholesterinspiegel zu verbessern, indem es die LDL-Cholesterin (das schlechte Cholesterin) verringert. Ein hohes LDL-Cholesterin sorgt dafür, dass sich die Atrien und die Blutbahnen verstopfen, was zu schwerwiegenden Krankheiten führen kann, bis hin zum Herzinfarkt.

Mandel reduzieren das LDL-Cholesterin und steigern die Leistungsfähig der HDL-Proteine

Innerhalb der neuen Studie konnten die Forscher der Penn State University in Pennsylvania aber auch eine neue Eigenschaft zur Regulierung des C-Spiegels feststellen. (1,2)

Innerhalb eines Versuches wurde untersucht, in wie weit der Verzehr von Mandeln einen Einfluss hat auf das HDL (High-Density-Lipoprotein), das Protein, welches für den Abtransport von dem verbrauchten Cholesterin zuständig ist, hat.

Tatsächlich hat sicher herausgestellt, dass die Gruppe, welche regelmäßig Mandeln verzehrt hatten, ein deutlich leistungsfähigeres HDL hatte gegenüber der Gruppe, welche sich nicht mit Mandeln ernährt hatte. Zudem haben sich auch die Cholesterinwerte an sich verbessert, was der These nach daran liegt, dass durch das verbesserte HDL ein deutlich schnellerer und effektiverer Abbau von verbrauchtem Cholesterin stattfand. Ganz der Behauptung, dass durch ein aktives und leistungsstarkes HDL eine Verstopfung der Blutgefäße verhindern kann, da es für einen regelmäßigen Abtransport des verbrauchten Cholesterins sorgt.

 

Gesteigerte Leistungsfähigkeit des HDL durch Mandeln

Das HDL-Protein funktioniert in unserem Organismus ähnlich wie ein Schwamm, welches sich vollsaugt und wächst, je voller er wird. Zu Beginn, wenn es in unseren Organismus eintritt, ist es noch klein und rund 7 nm groß. Fängt es einmal an und schwimmt durch unsere Blutbahn bis zur Leber, nimmt es auf diesem Weg immer mehr verbrauchtes Cholesterin aus den Organen auf. Einmal in der Leber angelangt, kann das größte HDL bis zu 13 nm groß sein, je nach Masse des aufgenommenen Cholesterins. Die Leber bereitet das Cholesterin anschließend für den Abtransport vor und leitet es in die Gallenblase weiter, bis es endlich durch Darm ausgeschieden wird.

These innerhalb der Studie:

Die Forscher erhofften sich, dass durch den regelmäßigen Mandelverzehr die Anzahl der größeren HDL-Päckchen vermehrt und somit mehr aufgebrauchtes Cholesterin aus dem Körper ausgeleitet wird. Für diesen Versuch teilten sie die Testpersonen in zwei Gruppen aus, die in einem 6 Wochenzyklus, das gleiche Essen erhielten, bis auf die täglichen Snacks. Für die Snacks wurden einmal die Mandeln, mit 43 Gramm pro Tag, oder Muffins hergenommen. Nach den ersten 6 Wochen sind die wurden die Gruppen getauscht und die Gruppe, welche zuerst die Mandeln erhalten hatte, haben sich nun mit den Muffins weiterhin ernährt.

Das Ergebnis der Studie:

Tatsächlich war es den Forschern möglich, ihre These zu bestätigen. Jeweils bei der Gruppe, welche sich mit den Mandeln ernährt hatte, konnte festgestellt werden, dass die Größe der HDL-Proteine um bis zu 19 Prozent zunahm. Folglich konnte man sagen, dass somit mehr verbrauchte Cholesterin aus dem Körper abtransportiert wurde!

 

Mandeln erfolgreich in die tägliche Ernährung einbauen

Mandeln dienen als kleiner und leckerer Snack für zwischen durch und lassen sich auch in den vielfältigsten Formen in die tägliche Ernährung einbauen. Durch die guten Fettanteile der Mandeln haben sie auch einen guten Effekt, in vielerlei Hinsicht, auf unseren Körper. Insbesondere durch die positive Wirkung auf die Größe der HDL-Proteine helfen sie uns dabei das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung aktiv zu verringern. Besonders wirksam für unsere Gesundheit ist es, wenn wir die Mandeln, anstatt von anderen Leckereien oder Süßigkeiten, als Snack in unsere Ernährung einbauen. So schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und machen es möglich, dass sie einen großartigen Beitrag für unsere Gesundheit leisten können.

Mandelpüree lässt sich wunderbar in die tägliche Ernährung integrieren.

Die Alternative für Mandeln, welche ebenso wirksam ist aufgrund ihrer Zusammensetzung der Fettsäuren, sind Walnüsse. Walnüsse haben einen ähnlichen Effekt auf unseren Cholesterinspiegel und weitere tolle Eigenschaften für unsere Gesundheit!

Wenn Du nun immer noch nicht weißt, wie du die Mandeln in deine tägliche Ernährung aufnehmen kannst, dann halte beim nächste Einkauf einfach einmal die Augen auf. Tatsächlich gibt es viele Produkte, welche aus Mandeln hergestellt sind und welche wahlweise als Ersatz für die täglichen Produkte, welche wir verwenden, hergenommen werden können. Darunter findet sich zum Beispiel:

  • Mandelmilch
  • Mandelöl
  • Mandelbutter
  • Mandelschokolade
  • Mandeln als Mus oder Püree
  • und vieles mehr

 

Fazit

Auch wenn man gar nicht bewusst solche positiven Eigenschaften mit bereits kleinen Mengen an Mandelverzehr in Verbindung bringen konnte, sollte man nach solchen tollen Erkenntnissen tatsächlich einen täglichen Mandelkonsum in Betracht ziehen. Denn die Gesundheit sollte uns wichtig sein und wenn es bereits möglich mit kleinen Veränderung große Ergebnisse zu erzielen, so sollte man keineswegs ‚Nein’ dazu sagen.

Ganz besonders sollte man auf seinen Cholesterinspiegel achten, wenn man viele verarbeitete Fertigprodukte zu sich nimmt, denn durch die gesättigten Fettsäuren, welche der Hauptbestandteil solcher Produkte ist, vermehrt sich das LDL-Cholesterin (das schlechte Cholesterin) und setzt die Blutbahnen zu, was ein Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöht.

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