Pflanzliches Protein – Proteinreiche Ernährung schützt vor Typ-2-Diabetes

Pflanzliches Protein

Durch eine gesunde Ernährung kannst du Erkrankungen wie Diabetes Typ 2 vermeiden. Forscher weisen darauf hin, dass eine proteinreiche Ernährung die Glukosekontrolle verbessert und dazu beiträgt, das Gewicht dauerhaft zu verlieren. Doch Vorsicht: nur pflanzliche Proteine sind hierfür geeignet!

 

Low-Carb? Gefährlich, wenn Fleisch im Mittelpunkt steht

Protein ist nicht gleich Protein. Je nach Quelle ist es unterschiedlich zusammengesetzt. Bislang galt eine proteinreiche Ernährung als besonders gesund. Mit einer kohlenhydratarmen Low-Carb Ernährung verzichten Menschen bisweilen fast vollständig auf Kohlenhydrate als Energiequelle.

Doch wie eine aktuelle Studie aus Finnland zeigt, ist es wichtig, auf die Herkunft der Proteine zu achten. Wer durch eine kohlenhydratarme Ernährung nämlich häufiger Fleisch zu sich nimmt, riskiert auf Dauer eine Diabeteserkrankung und Herz-Kreislauf-Probleme.

Die finnische KIHD-Studie hatte zum Ziel herauszufinden, welche Faktoren eine Diabetes-Typ-2-Erkrankung begünstigen. Das Fazit: Das Risiko für Diabetes Typ 2 stieg, wenn die Teilnehmer viele tierische Proteine aßen. Waren die Proteine eher pflanzlichen Ursprungs, sank dagegen das Risiko um mehr als ein Drittel.

 

Diabetes und Herzinfarkt dank zu viel Fleisch!

Zu viel Fleisch ist ungesund. Tatsächlich weisen Forscher in unterschiedlichen Studien darauf hin, dass insbesondere rotes Fleisch – wie Rindfleisch – und verarbeitete Fleischprodukte – wie Wurst – das Risiko für diverse Erkrankungen erhöhen kann. In einer US-amerikanischen Metaanalyse fanden Forscher heraus, dass pro Portion Fleischprodukt das Risiko für Diabetes um 27 Prozent anstieg, in manchen Fällen verdoppelte sich sogar das Risiko. Wer also besonders gern und viel Fleisch pro Tag isst, steigert also das Risiko umso mehr, an Diabetes zu erkranken.

Pflanzliches Protein

Senke Dein Diabetesrisiko durch Hülsenfrüchte und Co.

In der KIHD-Studie, die seit den 1980er-Jahren bereits läuft, haben die Forscher den Verlauf von 2332 Männern zwischen 42 und 60 Jahren untersucht. Zu Beginn waren die Männer noch gesund. Im Laufe von etwa 19 Jahren erkrankten 432 von ihnen an Typ-2-Diabetes. Männer, die dabei viele pflanzliche Proteine aßen, erkrankten dabei seltener an Diabetes.

 

Kleine Mengen machen einen Unterschied!

Zunächst dachten die Forscher, es liegt an den allgemein gesünderen Lebensstil dieser Menschen. Doch als sie sich die Werte genauer ansahen, erkannten sie den Einfluss pflanzlicher Proteine. So besaßen Männer, die besonders viel pflanzliche Proteine zu sich nahmen, ein um 35 Prozent niedrigeres Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Ersetzten Teilnehmer mit viel Fleischkonsum lediglich 5 Gramm tierisches Protein mit pflanzliches Protein, sank das Risiko bereits um 18 Prozent.

Pflanzliches Protein

 

Außerdem beobachteten die finnischen Forscher, dass Männer, die viel pflanzliche Proteine aßen, bereits zu Studienbeginn einen niedrigeren Blutzuckerspiegel hatten als Männer, die vermehrt Fleisch konsumierten. Sie gehen daher davon aus, dass diese Männer von vornherein durch ihre langfristig gesunde Ernährungsweise ein niedrigeres Risiko für eine Typ-2-Diabetes-Erkrankung aufweisen.

Wie schon in der bereits erwähnten Studie war auch in der KIHD-Studie insbesondere rotes Fleisch sowie Fleischprodukte wie Wurst, Aufschnitt oder Fleischpasteten als Übeltäter ausgemacht worden. Der Konsum von Fisch, Eiern und Milchprodukten erhöhten dagegen das Risiko für Diabetes Typ 2 nicht.

 

Proteinreiche Ernährung? Gewusst wie!

Bei Proteinen hast du bestimmt zu Beginn auch an Fleisch gedacht. Durch unsere Erziehung haben wir gelernt, dass Fleisch die Eiweißquelle schlechthin ist. In der Vergangenheit stellte dies auch kein Problem dar, denn für die Menschen von Damals war Fleisch ein Luxusgut, dass vielleicht einmal pro Woche auf dem Tisch kam.

Wie du anhand der erwähnten Studienergebnisse siehst, ist ein häufiger Fleischkonsum allerdings ungesund und kann sogar auf Dauer gefährlich sein. Dabei liefern viele Pflanzen wertvolle Proteine. Hierzu zählen unter anderem Nüsse, Vollkorn und Hülsenfrüchte. Tofu ist also nicht die einzige Proteinquelle für Vegetarier oder Veganer. Wenn du mehr über eine vegane Ernährungsweise erfahren willst, kannst du unseren Beitrag zu Veganismus lesen.

 

Quellen:

http://circ.ahajournals.org/cgi/pmidlookup?view=long&pmid=20479151

http://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/

https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/intake-of-different-dietary-proteins-and-risk-of-type-2-diabetes-in-men-the-kuopio-ischaemic-heart-disease-risk-factor-study/1929E2CC34B0A504B3A045FAA0569CA3

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