Pilze gegen Krebs? Forschung beweißt Wriksamtkeit russischer Chaga-Pilze zur Krebsbehandlung.

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In seiner Heimat wird der Chaga-Pilz schon lange als Heilpflanze eingesetzt. Sein Extrakt wird beispielsweise gegen Krebs eingesetzt. Auch hierzulande gewinnt die unappetitlich aussehende Knolle an Bedeutung – schließlich belegen immer mehr Studien die Wirksamkeit des Pilzes.

 

Chaga, eigentlich Inonotus obliquus oder Schiefer Schillerporling, ist ein Pilz, der sich gerne auf den Rindern von Laubbäumen einnistet. Er kommt hauptsächlich in den Bergwäldern Russlands, Skandinaviens und Zentralasien vor. Bereits seit dem 15. Jahrhundert wird Chaga gegen Krebs in der russischen Volksmedizin verwendet.

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Ein Pilz wie Du ihn vermutlich schon häufig in der Natur gesehen hast, jedoch Dir nicht bewusst war, welche heilsame Wirkung er besitzt

Bis der Chaga-Pilz „erntereif“ ist, vergehen in der Regel mindestens 40 Jahre. In dieser Zeit setzen sich die Sporen in der Rinde fest und wachsen in den Stamm hinein. Nach außen bildet der Pilz die bekannte schwarze Kruste. Das kalte Klima fördert die Bildung der antioxidativen Inhaltsstoffe im Vitalpilz.

Normalerweise wird der Chaga-Pilz wie Tee zubereitet. Dafür wird der Pilz zu Pulver verarbeitet und mit heißem Wasser vermischt. In der Medizin wird für gewöhnlich ein Extrakt gewonnen, um möglichst viele bioaktive Inhaltsstoffe zu gewinnen, da diese oft innerhalb der unverdaulichen Chitinzellwände des Pilzes schlummern.

 

Chaga-Pilze enthalten Antioxidantien!

Der Chaga-Pilz enthält viele Antioxidantien. Laut der ORAC-Liste enthält er sogar mehr Antioxidantien als Acai-Beeren oder Traubenkernextrakt. ORAC ist die Abkürzung für „Oxygen Radical Absorption Capacity“ und wurde 2005 erstmals in den USA vorgestellt. Basierend auf den Inhaltsstoffen eines Lebensmittels ermitteln Forscher die antioxidative Fähigkeit. Je höher der Wert, desto gesünder ist das Lebensmittel also.

 

Krebs ade? Chaga als wirkungsvolles Mittel gegen Krebswachstum

Wie neuere Studien nun belegen, waren die russischen Mediziner keine Quacksalber, denn zumindest in Zellkultur-Versuchen konnte die sogenannte antitumorale Eigenschaft des Chaga-Pilzes nachgewiesen werden. Demzufolge hemmen die Inhaltsstoffe des Chaga-Pilzes das Wachstum des Tumors und verursachen den Zelltod von Krebszellen.

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Chaga-Pilze haben eine wachstumshemmende Wirkung bei Krebs!

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings bei den ganzen Krebsstudien: Im Gegensatz zum käuflich erhältlichen Chaga-Pulver, benutzten die Forscher immer ein Chaga-Extrakt. Dieser ist oftmals viel konzentrierter und die Wirkungen des Chaga-Pilzes messbar. Als Ersatz für eine Krebstherapie sollte Chaga daher nicht betrachtet werden, zumal die Heilpflanze genauso wie jedes Medikament Nebenwirkungen verursachen kann.

 

Bewiesen: Chaga hemmt ebenfalls Entzündungen!

Darüber hinaus wirkt der Chaga-Pilz gegen Entzündungen. Dabei wirkt er auf DNA-Ebene: Der Chaga-Pilz stoppt hier schädigende Prozesse, die beispielsweise Reizdarm auslösen können.

Aber auch gegen Diabetes und erhöhte Blutfettwerte konnte eine Wirksamkeit des Chaga-Pilzes nachgewiesen werden. In einer Studie konnte bereits nach 3 Wochen sowohl Blutfettwerte als auch Zuckerwerte um fast ein Drittel gesenkt werden. Zwar wurde die Studie mit diabetischen Mäusen durchgeführt, doch die Ergebnisse belegen die seit Jahrhunderten eingesetzten Indikationsgebiete des Chaga-Pilzes.

 

Doch Vorsicht! Chaga hat blutverdünnende Eigenschaften

Bei so vielen Vorteilen ist es wenig überraschend, dass der Chaga-Pilz auch seine Schattenseiten haben kann. So wies eine koreanische Studie nach, dass Chaga ähnlich wie Aspirin Thrombozyten hemmt. Er kann also auch als Blutverdünner betrachtet werden. Auch eine große koreanische Übersichtsstudie weist darauf hin, dass die Wirkstoffe des Chaga-Pilzes blutverdünnend sind.

Ähnlich wie Aspirin haben Chaga-Pilze eine blutverdünnende Wirkung

Ähnlich wie Aspirin haben Chaga-Pilze eine blutverdünnende Wirkung

Dies mag auf den ersten Blick eine gute Eigenschaft zu sein, doch für Menschen, die bereits Blutverdünner nehmen, kann diese Wirkung potenzierend wirken. Im schlimmsten Fall können Patienten innerlich verbluten.

 

Heilpflanze bleibt Heilpflanze

Das renommierte Krebszentrum Memorial Sloan Kettering Cancer Center in den USA rät ihren Patienten, den Chaga-Pilz daher nicht zu nehmen, wenn sie Blutverdünner wie Warfarin nehmen. Auch empfehlen sie die Einnahme nicht bei Diabetikern, die entsprechende Medikamente erhalten, da sie möglicherweise häufiger eine Unterzuckerung erleiden könnten.

Wie bei jedem Medikament sollte daher die Einnahme des Chaga-Pilzes am besten vorher mit einem Arzt abgeklärt werden. Dabei ist es unerheblich, ob der Chaga-Pilz nur in geringen Mengen konsumiert werden. So lassen sich mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten vorher ausschließen und Nebenwirkungen vermeiden.

 

Als Vitalpilz ist der Chaga-Pilz jedoch nicht zu unterschätzen. Bleibt nur zu hoffen, dass weitere Studien am Menschen seine Wirksamkeit eindeutiger belegen.

 

Quellen:

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0269915X01800045

http://supplement-facts.org/2012-6.php#.WdERjmi0OHs

http://www.wjgnet.com/1007-9327/full/v14/i4/511.htm

http://dx.doi.org/10.1002/ptr.2836

http://onlinelibrary.wiley.com/resolve/openurl?genre=article&sid=nlm:pubmed&issn=0951-6433&date=2007&volume=31&issue=3-4&spage=191

https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0378-8741(08)00108-6

https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0196-9781(05)00474-2

https://www.nature.com/ja/journal/v64/n5/full/ja20112a.html

https://www.mskcc.org/cancer-care/integrative-medicine/herbs/chaga-mushroom

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