Soja – Das Geheimnis für ein langes, gesundes Leben

soja

Asiaten genießen den Ruf, besonders lange zu leben. Forscher sind ständig auf der Suche nach dem Geheimnis hinter ihrer Langlebigkeit. Die Ernährung spielt dabei eine tragende Rolle, wie immer mehr Studien belegen. Eine wichtige Komponente ist Soja und Sojaprodukte.

 

Sojabohnen gibt es in vielen Varianten – ob als grünes Gemüse namens Edamame, als Keimlinge, als Tofu oder auch als Ersatz für Milchprodukte. Was die Sojabohne auszeichnet, sind die darin enthaltenen Isoflavone, ein sekundärer Pflanzenstoff.

Isoflavone haben eine ähnliche Wirkung wie Östrogene und werden daher auch Phytoöstrogene genannt. Gerade in den Wechseljahren und bei PCOS können Sojabohnen dabei helfen, die Symptome zu mildern. Aber damit nicht genug. Forschungen belegen darüber hinaus, dass Isoflavone aus der Sojabohne auch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.

 

Schützt vor Herzinfarkt und Schlaganfall

Mehrere Studien haben untersucht, warum gerade Asiaten ein langes Leben besitzen. Bei ihren Analysen stießen sie immer wieder auf Sojaprodukte, die eine große Rolle in der Ernährung spielen. Dabei kommen sie zu dem Schluss, dass eine Ernährung, bestehend aus hohen Mengen an Obst, Gemüse, Fisch und Soja das Risiko für einen Herztod senken kann.

schlaganfall

In einer Studie beispielsweise verglichen japanische Forscher Studienteilnehmer, die eine gesunde, traditionelle Ernährung bevorzugten, mit Studienteilnehmern, die sich „westlich“ ernährten. Mit anderen Worten Japaner, die häufig Fleisch, Brot und stark verarbeitete Lebensmittel zu sich nahmen. Die Forscher beobachteten die Teilnehmer für etwa 15 Jahre und werteten die Todesfälle aus. Und siehe da: Japaner, die sich ungesund ernährten, starben häufiger an Herzinfarkt oder Schlaganfall, als Japaner, die auf traditionelle Speisen vertrauten.

 

Diabetes, nicht mit Soja!

Nicht nur in Sachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen scheint die Sojabohne Vorteile zu besitzen. Auch beim Stoffwechsel, insbesondere Typ-2-Diabetes („Altersdiabetes“), spielen Isoflavone eine wichtige Rolle. Eine weitere Studie, die in Asien durchgeführt wurde, konnte zeigen, dass der Konsum von Sojaprodukten das Risiko für diese Form von Zuckerkrankheit deutlich senken kann.

Forscher hatten hier Männer und Frauen untersucht, die erst vor kurzem mit Typ-2-Diabetes diagnostiziert worden waren. Verglichen wurden ihre Ernährungsweise mit der von weiteren Studienteilnehmern, die nicht an Typ-2-Diabetes litten. Heraus kam, dass die Einnahme vieler Sojaprodukte das Risiko um mehr als 30 Prozent senkt, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Insbesondere Sojamilch, Tofu und Sojabohnenkeime schienen besonders gute Effekte diesbezüglich zu besitzen.

 

Wichtiger Beitrag für die Frauengesundheit

Vor kurzem kam eine weitere Studie zu dem Schluss, dass Sojaprodukte auch beim Polyzystischen Ovarialsyndrom, kurz PCOS, helfen kann. Frauen, die an PCOS leiden, haben einen unregelmäßigen Menstruationszyklus, neigen zu Übergewicht und sind häufig auch unfruchtbar. Bis zu 10 Prozent aller Frauen sind davon betroffen. Vergangene Studien deuten darauf hin, dass eine Insulinresistenz mit PCOS zusammenhängt.

Die vorliegende Studie untersuchte die Wirkung von Isoflavonen aus Sojaprodukten auf den Stoffwechsel von Frauen mit PCOS. Per Zufall erhielten die Teilnehmerinnen entweder 50 mg/Tag an Soja-Isoflavone oder ein Placebo über 12 Wochen lang. Danach untersuchten die Wissenschaftler die Stoffwechselgesundheit dieser Frauen. Wie bei den Studien zum Herz-Kreislauf und Diabetes, konnten auch in diesem Fall Sojaprodukte den Zustand der Teilnehmerinnen verbessern. So hatte die Insulinresistenz deutlich nachgelassen und der Hormonhaushalt der Frauen sich verbessert.

 

Die Herkunft ist wichtig!

Mittlerweile gibt es im Supermarkt viele Sojaprodukte zu kaufen. Doch nicht jedes sojabasierte Lebensmittel ist auch tatsächlich gesund. Nicht selten sind die Sojabohnen gentechnisch manipuliert worden, um einen besseren Ernteertrag zu sichern, oder enthalten Pflanzenschutzmittel-Reste. Gut die Hälfte der verarbeiteten Sojabohnen, wurden in Südamerika – oft unter zweifelhaften Bedingungen – angebaut. Trotz manchmal widriger klimatischer Bedingungen, wird Bio-Soja inzwischen auch in Europa angebaut, unter anderem auch in Deutschland. Hier lohnt sich also der Blick auf das Herkunftsland der Sojaprodukte.

 

Quellen:

http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0174848

http://www.nature.com/ejcn/journal/vaop/ncurrent/full/ejcn201776a.html?foxtrotcallback=true

https://academic.oup.com/jcem/article-lookup/doi/10.1210/jc.2016-1762

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3849664/

 

 

 

Noch keine Stimmen.
Bitte warten...

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.