Unglaublich: Diese 6 Mythen über Zucker glaubt jeder, doch sie sind komplett erlogen!

Zucker ist aus unserem täglichen Ernährungsplan nicht mehr wegzudenken. Entweder er ist bereits in verpackten Lebensmitteln enthalten oder wir geben ihn selbst zum Süßen von Getränken und Speisen hinzu. Dass er den Geschmack von vielen Lebensmitteln positiv beeinflusst, darüber sind wir uns sicher einig.

Doch wie sieht es mit der Gesundheit aus? Ist Zucker wirklich so schlecht wie sein Ruf oder vielleicht sogar noch schlechter?

Hier kommen die am häufigsten verbreiteten Gerüchte und Annahmen rund um unseren täglichen Zuckerkonsum und was wirklich dahintersteckt.

 

1. Mythos: Zucker macht sehr krank.

Wir alle hören regelmäßig, wie ungesund Zucker ist und häufig zu Herzkrankheiten, Krebs oder Alzheimer führen kann. Auch wenn diese Aussage bei deutlichem Überkonsum durchaus seine Richtigkeit hat, hat eine moderate Aufnahme von Zucker keinen direkten Einfluss auf solche schwerwiegenden Krankheiten.

Eine Studie aus den USA hat mehr als 350.000 Erwachsene über ein Jahrzehnt lang begleitet. Dabei konnte kein Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und einem erhöhten, frühzeitigen Todesrisiko festgestellt werden. (1)

Es ist immer eine Frage der Menge des Konsums. Ein deutlich überdurchschnittlicher Konsum von Zucker kann Krankheiten hervorrufen.

Ein Stück Kuchen oder Schokolade hier und da wird also sicherlich nicht dafür sorgen, dass wir in jungen Jahren an Herzproblemen erkranken. Allerdings sollte es auch wirklich dabei bleiben. Tägliche Fressattacken von stark zuckerhaltigen Lebensmitteln werden mit Sicherheit einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit haben.

 

2. Mythos: Zucker muss unbedingt komplett vermieden werden.

Wie bereits erwähnt, hat ein relativ geringer Zuckerkonsum keine drastischen Auswirkungen auf unsere Gesundheit. So empfiehlt die American Heart Association beispielsweise, dass Frauen nicht mehr als 25 g Zucker (in etwa 6 Teelöffel) pro Tag zu sich nehmen sollten. Männer sollten 36 g nicht übersteigen. (2) Die U.S. Dietary Guidelines hingegen erlauben eine Menge von bis zu 50 g täglich. (3)

Auch wenn die Empfehlungen für das tägliche Limit schwanken, ist definitiv ein gewisser Platz dafür in einer gesunden Ernährung vorhanden. Man muss Zucker nicht komplett aus der Ernährung streichen, sollte es aber auch nicht übertreiben. Allgemein gilt hier: Weniger ist besser.

 

3. Mythos: Jede Art von Zucker ist schlecht.

Wenn es um eine gesunde Ernährung geht, glauben viele Menschen, sie müssten jegliche Art von Zucker vermeiden. Zucker sei schließlich gleich Zucker und ist deshalb ungesund.

Glücklicherweise ist dem nicht so. Denn wirklich ungesund bei erhöhtem Konsum ist in erster Linie der künstlich gefertigte Zucker, also Kristallzucker, Puderzucker, brauner Zucker, Kandiszucker etc.

Man sollte darauf achten künstlich hergestellten Zucker bestmöglich zu meiden!

Zucker, der ganz natürlich in Lebensmitteln vorkommt, ist tatsächlich eine andere Geschichte. Wenn wir beispielsweise Obst essen, nehmen wir mit dem Fruchtzucker auch automatisch Ballaststoffe mit auf. Diese helfen dabei, dass der Zucker langsamer vom Körper aufgenommen wird.

Daher muss nicht pauschal jeder Zucker im Ernährungsplan vermieden werden. Gerade beim Backen oder Zubereiten von Getränken oder Snacks lassen sich die ungesunden Zuckerarten hervorragend ersetzen. So kann man anstatt von normalen Kristallzucker einfach mal Obst, Ahornsirup, Agavendicksaft oder Stevia verwenden.

 

4. Mythos: Zuckersucht existiert und ist ein ernsthaftes Problem.

Wer kennt es nicht: Fängt man einmal mit einem Stück Schokolade an, kann sich oft kaum noch zügeln und ganz schnell ist die komplette Tafel aufgegessen. Und tatsächlich: Zuckerkonsum stimuliert Bereiche im Gehirn, die mit Gefühlen wie Belohnung und Genuss in Verbindung stehen. (4) Dadurch entstehen ähnliche Effekte wie beim Gebrauch von vielen Drogenarten.

Essen wir Süßigkeiten, so steigt der Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe. Sobald dieser dann wieder rapide abfällt, fühlen wir uns müde und können sogar Kopfschmerzen bekommen. Um dieses Tief auszugleichen und sich besser zu fühlen, greifen viele Menschen erneut zu süßen Lebensmitteln. So weit, so gut.

Allerdings wäre es zu weit gegriffen, hier von einer Sucht zu sprechen. Wir können zwar durchaus ein starkes Verlangen nach Zucker verspüren, sind aber nicht gleich süchtig. Auch eine aktuellere Studie des European Journal of Nutrition konnte keine Beweise dafür finden, dass Zucker ähnliches Suchtpotential wie Drogen besitzt. (8)

 

5. Mythos: Man sollte immer auf zuckerfreie Alternativen zurückgreifen.

In den Supermärkten sind sie kaum noch wegzudenken: Die zuckerfreien Alternativen zu unseren Lieblingsprodukten. Doch sind zuckerfreie Cola, zuckerfreier Joghurt und zuckerfreie Kekse wirklich gesünder?

Aus wissenschaftlicher Sicht folgt ein klares Nein. Denn wenn Kristallzucker aus Produkten gestrichen wird, erfolgt stattdessen oft die Zugabe von Aspartam, Saccharin und Sucralose. Diese künstlichen Süßstoffe können nachweislich zu einer drastischen Gewichtszunahme führen. (5) Doch es kommt noch schlimmer. Sie stehen außerdem im Verdacht, das Risiko von Bluthochdruck, Diabetes Typ 2, Schlaganfällen und Herzinfarkten zu erhöhen.

Für eine gesunde Lebensweise sollte statt einem Zuckerersatz einfach komplett auf zuckerhaltige Getränke und Nahrungsmittel verzichtet werden!

Auch wenn sich die Wissenschaftler noch nicht ganz einig darüber sind, wie genau diese Süßstoffe den Körper beeinflussen, haben sie definitiv einen negativen Einfluss auf den Blutzucker und die Darmbakterien. (6) In der Folge kommt es häufiger zu Übergewicht und weiteren gesundheitlichen Problemen.

Folglich haben zuckerfreie Alternativprodukte, die häufig als gesund deklariert werden, oft einen noch schlimmeren Effekt auf unsere Gesundheit und sollten darum weitestgehend gemieden werden.

 

6. Mythos: Wer Zucker meidet, wird schnell abnehmen.

Den täglichen Zuckerkonsum zu reduzieren ist in jedem Fall eine gute Idee und bei vielen Menschen notwendig, um Gewicht zu verlieren. Doch das allein ist leider auch keine Garantie die überflüssigen Kilos loszuwerden.

Wer das Müsli und Schokocroissant zum Frühstück mit Speck, Wurst und Buttertoast eintauscht, wird trotzdem auf seinem Gewicht sitzen bleiben oder sogar noch mehr zunehmen. Denn nur, weil man weniger Zucker zu sich nimmt, heißt das noch lange nicht, dass dadurch auch die Gesamtkalorien schwinden.

Viele Menschen machen bei einer Low Sugar Diät den Fehler, dass sie plötzlich mehr Fette und Kohlenhydrate konsumieren. Ein ungesundes Lebensmittel wird quasi mit einem anderen Ungesunden ersetzt. Besser wäre in dem Beispiel, das zuckerhaltige Schokomüsli mit Haferflocken zu ersetzen oder anstatt zu einem süßen Riegel zwischendurch, lieber zu Obst oder Nüssen zu greifen.

 

Zuckermythen aufgedeckt

Wie man sieht, stimmen viele allseits verbreitete Aussagen zum Thema Zucker überhaupt nicht. Zucker ist sicherlich nicht das gesundeste Lebensmittel. Aber in Maßen konsumiert ist er auch nicht so schlecht wie man oftmals vermuten mag. Zudem muss man zwischen den verschiedenen Sorten von Zucker unterscheiden. Wer sich ausgewogen ernährt, der braucht sich auch keine Gedanken über eine gelegentliche Zuckersünde machen.

 

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