Wie du mit 15 Minuten pro Woche eine deutlich schönere Haut bekommst und seltener krank wirst (kostet knapp 5 Euro)

Magnesium

Mittlerweile sind Magnesiumbäder nicht nur Thermalbäder vorbehalten. Dank in der Drogerie und Apotheke erhältliche Zubereitungen können Menschen von der wohltuenden Wirkung des Magnesiums in der heimischen Badewanne profitieren. Das Wundermittel ist nicht nur wichtiger Nährstoff, sondern auch gut zur Haut.

 

Einmal baden im Toten Meer – nicht jeder kann und will dorthin reisen, nur um die gesundheitlichen Vorteile zu genießen. Das stark salzhaltige Seewasser – Sole –, der mineralhaltige Schlamm und der hohe Sauerstoffgehalt vor Ort wirken gegen Entzündungen auf der Haut und in den Gelenken. Als Alternative können wir hierzulande Thermalquellen aufsuchen, die verschiedene Solebäder im Angebot haben. Magnesium, Hauptsalz des Toten Meeres, soll dabei besonders gut gegen Entzündungen wirken.

 

Warum Du besonders gut auf deine Haut aufpassen solltest

Mit fast zwei Quadratmetern Größe ist die Haut das größtes Sinnesorgan des Körpers. Sie besteht aus drei Schichten: die schützende Oberhaut (Epidermis), die empfindsame Lederhaut (Dermis) und die polsternde Unterhaut (Subkutis). Bei Hauterkrankungen kann beispielsweise die Oberhaut als Teil der Hautschutzbarriere den Körper nicht vor eindringenden Keimen und Umwelteinflüssen schützen. Sie reagiert dann mit Entzündungen.

 

Wie Magnesium Deiner Haut hilft!

Magnesiumbad

Mehrere Studien zeigen immer wieder, dass magnesiumreiche Bäder die Haut rehydriert, dermale Entzündungen bekämpft und die Hautbarriere verbessert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass bei Dermatitis und ähnlichen Ausschlägen auf der Haut ein Solebad von Ärzten empfohlen wird. Aber nicht nur Solebäder sollen helfen, sondern auch konzentrierte Salben mit Magnesium, die in den Apotheken erhältlich sind. Durch die Zusammensetzung dieser Salben und Cremes können die Moleküle durch die Epidermis durchdringen und so tiefer in der Haut ihre Wirkung entfalten.

Zum Baden gibt es verschiedene magnesiumhaltige Zusätze. Produkte, die dem Toten Meer nachempfunden sind, enthalten in der Regel hohe Mengen an Magnesium. Darüber hinaus gibt es auch Magnesiumflocken. Dies ist nichts anderes als Magnesiumsalz, das man in warmes Wasser auflöst. Neu erhältlich sind sogenannte Epsom-Salze. Es handelt sich hierbei um Magnesiumsulfat. Ursprünglich wurden Epsom-Salze als Abführmittel eingesetzt. Auch bei der Geburtshilfe kann Magnesiumsulfat zur Behandlung und Vorbeugung von Krampfanfällen, die aufgrund einer Eklampsie auftreten, verordnet werden.

Magnesiumbad

Als Bad wirken Epsom-Salze nicht anders als Magnesiumflocken, es handelt sich hierbei lediglich um eine andere Zusammensetzung. Übrigens: Auch wenn Epsom-Salze „Sulfit“ enthalten, muss man keinen starken Geruch oder gelbe Färbung befürchten. In dieser Zusammensetzung ist der Stoff völlig unbedenklich.

 

Ein Spurenelement, welches wahre Wunder wirkt!

Magnesium spielt bei Muskelaktivität, Immunabwehr und Nervenzellen eine wichtige Rolle. Bei Mangel neigen Menschen zu Muskelkrämpfen, Schwächegefühl und Reizbarkeit. Einige Forscher vermuten sogar, dass ein Magnesium-Mangel Depressionen fördern kann.

Magnesiumbad

Der Tagesbedarf liegt zwischen 300 und 400 Milligramm pro Tag. Vollkornprodukte, Nüsse, Kakao und auch Gemüse enthalten viel Magnesium. Schwangere, Stillende und ältere Menschen brauchen besonders viel Magnesium.

 

Keine nachweißlichen Folgen bei Magnesium-Überdosis

Eine Überdosis an Magnesium kommt selten vor. Selbst mit Nahrungsergänzungsmitteln wie Brausetabletten muss man nicht mit schädlichen Nebenwirkungen rechnen. Ein gesunder Körper scheidet das überschüssige Magnesium über den Stuhl wieder aus. Bei einer Überdosis kann der Stuhl daher weich und durchfallartig werden. Überschüssiges Magnesium im Blut wird hingegen über die Niere ausgeschieden.

Wenn trotzdem noch Magnesium-Überschuss im Blut vorhanden ist, kann dies negative Auswirkungen auf Herz und Muskeln haben. So könnte der Blutdruck sinken und die Atmung abgeschwächt sein. Wer beispielsweise das Wasser im Toten Meer trinkt, läuft Gefahr, eine Überdosis zu bekommen. Da die Effekte nicht sofort auftreten, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen, selbst wenn keine Symptome zu spüren sind.

 

Bäder bieten keinen Ersatz für Magnesiumtabletten bei Mangelerscheinungen

Neuerdings behaupten einige, dass ein Magnesium-reiches Solebad einen möglichen Mangel entgegenwirken kann. Auch Studien beschäftigen sich mit dieser Thematik. Denn die Einnahme von Magnesiumtabletten kann für einige Menschen Nebenwirkungen nach sich ziehen. Manche klagen über Bauchschmerzen, andere beobachten Durchfall. Für sie ist natürlich eine sanftere Alternative zu den Tabletten interessant.

In einer großen Untersuchung haben Wissenschaftler mehrere veröffentlichte Studien zu diesem Thema unter die Lupe genommen. Sie kommen allerdings zu dem ernüchternden Schluss, dass nur sehr geringe Mengen an Magnesium über die Haut aufgenommen wird, wenn überhaupt. Denn da die Haut als Barriere fungiert, sind die Hürden natürlich größer, damit Magnesium eindringen und in die Blutbahn gelingen kann. Nichtsdestotrotz konnte bei entsprechenden Konzentrationen, wie beispielsweise im Toten Meer vorhanden, ein geringer Anstieg der Magnesium-Menge im Blut nachgewiesen werden.

 

Entspannung pur! Magnesiumbäder sind der Hit für deinen Körper

Magnesiumbäder eignen sich also, um entzündliche Ausschläge zu bekämpfen und die Haut davor zu schützen. Darüber hinaus kann ein solches Bad nach körperlicher Belastung einen Muskelkater vorbeugen und zur Entspannung beitragen. Die konzentrierte Menge eines Solebads hilft ebenfalls, Giftstoffe aus dem Körper zu ziehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Bad mit Magnesiumflocken oder Epsom-Salze angereichert wird. Als Ergänzung zur täglichen Nahrung oder gar Ersatz einer möglicherweise notwendigen Magnesiumtablette eignet sich ein Magnesiumbad hingegen nicht.

 

Quellen:

http://dx.doi.org/10.1111/j.1365-4632.2005.02079.x

http://insights.ovid.com/pubmed?pmid=22653123

http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1179/1476830512Y.0000000044

http://www.mdpi.com/2072-6643/9/8/813/htm

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