Mit einer basischen Ernährungsweise zu mehr Wohlbefinden

Ein Ungleichgewicht von Säuren und Basen im Körper beeinträchtigt unser gesamtes Befinden, bringt Stoffwechselvorgänge durcheinander und ist Ausgangspunkt für die Entstehung vieler Krankheiten. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt wiederum fördert die Gesundheit.

Eine positive Wirkung durch eine basische Ernährungsweise lässt sich schon nach kurzer Zeit wahrnehmen – überzeuge dich selbst!

Wie entsteht ein gestörter Säure-Basen-Haushalt?

Zu den häufigsten Gründen für eine Übersäuerung des Körpers gehören langjährige Fehlernährung und Stress, zu wenig Bewegung, Koffein, Nikotin und Alkohol, wobei den größten Einfluss jedoch die Ernährung hat.

Viele Menschen ernähren sich heutzutage überwiegend aus sauren und nur zu einem geringen Anteil aus basischen Lebensmitteln. Der Körper bildet ständig Säuren wie Kohlensäure, Fettsäuren, Milchsäuren, Aminosäuren und Ketonsäuren im Rahmen der Nahrungsaufnahme.

Nahrungsmittel werden im Körper verstoffwechselt – entweder basisch oder sauer. Wenn Säuren und Basen im Körper aufeinandertreffen, neutralisieren sich diese gegenseitig. Neutralisierte Basen kann der Körper problemlos ausscheiden, werden jedoch zu viele Säuren über die Nahrung aufgenommen, reichern sich neutralisierte Säuren als Schlacken im Körper an und können sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Eine zu hohe Säurezufuhr entzieht dem Körper wichtige Mineralien

Wenn der Körper durch eine zu hohe Säurezufuhr überlastet ist und die Reserven zur Neutralisation aufgebraucht sind, können die Säuren nicht mehr ausscheiden werden. Denn für die Ausscheidung muss der Organismus die Säuren an Basen binden.

Leidet der Körper unter einer chronischen Säurebelastung, nutzt er seine Basenreserven zum Ausgleich: Nach und nach gehen die Vorräte von Kalzium, Natrium, Eisen, Magnesium und Kalium verloren, da diese zur Bindung der Säuren herangezogen werden. Es kommt zur Entmineralisierung durch Übersäuerung.

Wenn nicht genügend basisch wirkende Stoffe durch die Nahrung aufgenommen werden, bleiben die Säuren im Körper bestehen und werden im Binde- und Fettgewebe deponiert, um so den Organismus zu entlasten. Wenn diese Speicher überlastet sind, müssen Muskeln, Gelenke und Sehnen als Zwischenlager dienen.

Übersäuerung im Körper hat drastische Auswirkungen auf unsere Gesundheit, besonders auf unsere Knochen.

Eine Übersäuerung des Gewebes ist ein schleichender Prozess

Die Folge sind gestörte Verhältnisse im Bindegewebe und eine beeinträchtigte Sauerstoff- und Nährstoffversorgung, sodass verschiedenste Beschwerden hervorgerufen werden können.

Zu viele Säuren im Körper wirken sich insbesondere negativ auf:

  • Knochen
  • Muskulatur und
  • Bindegewebe aus.

Zeichen der Überlastung sind zum Beispiel:

  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Abwehrschwäche
  • Müdigkeit
  • Nervosität
  • Leistungsabfall
  • Antriebsschwäche und
  • Konzentrationsschwäche.

Im engen Zusammenhang mit einer chronischen Übersäuerung stehen vor allem

  • Rheuma
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Osteoporose und
  • Krebs.

Basische Lebensmittel stellen das Gleichgewicht im Körper wieder her

Die Umstellung auf eine basische Ernährungsweise ist eine wirkungsvolle und nachhaltige Möglichkeit, diese Beschwerden wieder loswerden oder zumindest zu lindern.

Durch eine gesunde basische Ernährung kannst du deinen Stoffwechsel verbessern, dein Immunsystem stärken und sogar deinen Insulinstoffwechsel normalisieren. Dein gesamtes Wohlbefinden wird gesteigert und die Erkrankungswahrscheinlichkeit von Herz-Kreislauferkrankungen, chronischen Erkrankungen und Krebs wird reduziert.

Ideal ist eine Aufnahme von 80% basischen und 20% säurebildenden Nahrungsmitteln.

Übrigens: Welchen Säure- oder Basengehalt ein Lebensmittel enthält, lässt sich nicht einfach durch den Geschmack bestimmen. Zitronen, welche meist ziemlich sauer schmecken, werden im Körper basisch verstoffwechselt. Milch hingegen, welche weniger sauer schmeckt, wird sauer verstoffwechselt. Ob ein Nahrungsmittel sauer oder basisch ist entscheidet allein seine Zusammensetzung.

Grüne Lebensmittel sind in der Regel basisch.

Was macht basische Lebensmittel aus?

Bei einer basischen Ernährung werden ausschließlich gesunde basische Lebensmittel aufgenommen, während säurebildende Nahrungsmittel gemieden werden. Zu einer basischen Ernährung gehören reichlich frisches Gemüse und Obst. Integriere möglichst in jede Mahlzeit grüne Lebensmittel, welche eine besonders hohe basische Wirkung haben. Der hohe Chlorophyllanteil hilft deinem Körper bei Entgiftungsprozessen und sorgt für ein sauerstoffreiches Milieu.

  • Basische Lebensmittel sind arm an säurebildenden Aminosäuren und reich an Basen und verfügen über einen hohen Gehalt an basisch wirkenden Spurenelementen und Mineralien (Kalzium, Kalium, Eisen und Magnesium).
  • Basische Nahrungsmittel produzieren bei ihrer Verstoffwechselung keine Schlacken.
  • Die körpereigene Basenbildung wird durch die Aufnahme basischer Lebensmittel angeregt.
  • Basische Lebensmittel haben einen hohen Wassergehalt und versorgen den Körper mit ausreichend Flüssigkeit, damit Säuren über die Nieren ausgeschieden werden können.
  • Basische Nahrungsmittel vitalisieren den Körper durch enthaltene Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, Chlorophyll, Vitamine etc. und stärken so die Entgiftungsorgane und das Immunsystem.
  • Basische Nahrungsmittel fördern die Darmgesundheit, wodurch Säuren schneller ausgeschieden werden können.
  • Außerdem wirken basische Lebensmittel aufgrund des hohen Antioxidantien- und Vitalstoffgehalts entzündungshemmend.

Besonders Wurstwaren gehört zu den säurebildenden Nahrungsmitteln.

Was kennzeichnet säurebildende Lebensmittel?

Fleisch- und Wurstwaren, Fisch und Meeresfrüchte sowie Milchprodukte sind sauer. Doch säurebildende Lebensmittel sind nicht automatisch schlecht und ungesund. Getreide und Industriezucker, Nüsse und Hülsenfrüchte gehören ebenfalls zu den sauren Nahrungsmitteln, wobei diese in geringen Mengen gesund sind, da sie gute Säurebildner sind.

Saure bzw. säurebildende Lebensmittel solltest du möglichst immer mit basischen Nahrungsmitteln kombinieren. Insbesondere die guten säurebildenden Lebensmittel solltest du in eine basenüberschüssige Ernährung einbauen. Die schlechten Säurebildner solltest du hingegen meiden und nur selten essen.

  • Säurebildende Lebensmittel enthalten sauer wirkende Mineralien und Spurenelemente wie beispielsweise Schwefel, Phosphor, Jod, Fluoride und Chlor.
  • Säurebildende Nahrungsmittel sind reich an säurebildenden Aminosäuren. Ein übermäßiger Konsum führt zur Bildung von Schwefelsäure.
  • Bei der Verstoffwechselung von säurebildenden Lebensmitteln entstehen saure Stoffwechselrückstände. Alkohol, Zucker, Koffein und synthetisch hergestellte Lebensmittelzusatzstoffe sind besonders säurebildend.
  • Die körpereigene Basenbildung kann nicht angeregt werden, da säurebildende Nahrungsmittel arm an jenen Stoffen sind, die die körpereigene Basenbildung anregen können.
  • Dadurch, dass säurebildende Lebensmittel einen niedrigen Wassergehalt haben, können Säuren nur bedingt über die Nieren ausgeschieden werden.
  • Außerdem sind weniger Stoffe enthalten, die die eigenständige Entsäuerung des Körpers aktivieren können.
  • Säurebildende Nahrungsmittel fördern die Entstehung von Entzündungen, da sie einen hohen Anteil an entzündungsfördernden Fettsäuren enthalten und gleichzeitig nur einen geringen Anteil an entzündungshemmenden Stoffen haben.
  • Durch die Aufnahme von säurebildenden Lebensmitteln verschlechtert sich die Darmgesundheit und die Darmflora wird geschädigt, wodurch Säuren schlechter ausgeschieden werden können.

Diese Lebensmittel solltest du unbedingt in deine Ernährung einbauen:

  • Basenbildendes Obst wie Äpfel, Avocados, Bananen, Erdbeeren, Kiwis, Heidelbeeren, Mandarinen, Papayas, Orangen, Zitronen, Weintrauben und Pflaumen.
  • Basenbildendes Gemüse wie Blumenkohl, Auberginen, Chinakohl, Fenchel, Spargel, Zucchini, Kohlrabi, Paprika, Zwiebeln und Rettich.
  • Basische Kräuter und basische Salate wie Basilikum, Dill, Endivien, Brunnenkresse, Oregano, Schnittlauch, Rucola, Sellerieblätter und Majoran.
  • Basische Sprossen und basische Keime wie Dinkelkeimlinge, Leinsamensprossen, Senfsprossen, Hirsesprossen und Weizenkeimlinge.
  • Basische Nüsse und basische Samen wie Mandeln, Maroni und Erdmandeln
  • Basenbildende Pilze wie Champignons, Steinpilze, Shiitake, Trüffelpilze und Pfifferlinge.

Hochwertige Öle und Fette wie Kokosöl, Kürbiskernöl, Hanföl, Olivenöl usw. gelten als neutrale Lebensmittel. Alternativ zum industriellen Zucker empfehlen wir basische Süßungsmittel wie Stevia, Xylit und Erythrit.

Ergänzend zu einer auf den Säure-Basen-Haushalt orientierten Ernährungsweise solltest du auf eine hohe Wasserzufuhr achten und täglich 2 bis 3 Liter Wasser am Tag trinken.

Ganz nebenbei hilft dir eine basische Ernährung beim Abnehmen

Eine mögliche Übersäuerung bremst den Fettabbau – wenn du deinen Säure-Basen-Haushalt in Ordnung bringst und die guten basischen Lebensmittel in deine tägliche Ernährung einbaust, förderst du nicht nur deine Gesundheit, sondern kannst auch überschüssige Pfunde loswerden.

Achte allerdings insbesondere darauf, gesunde basische Lebensmittel zu dir zu nehmen. Denn in den Tabellen, in welchen basische Lebensmittel aufgelistet sind, sind auch diejenigen Nahrungsmittel zu finden, die zwar basisch – jedoch nicht unbedingt gesund sind. Trockenfrüchte können beispielsweise eine versteckte Kalorienbombe sein und sollten nur in Maßen genossen werden.

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