Wie wir unser Lustzentrum gezielt mit unerwarteten Genüssen stimulieren können

Den Sex und die Lust ankurbeln durch überraschende Genüsse? Wer’s glaub! Doch tatsächlich hat ein US-amerikanischer Forscher herausgefunden, dass wir unser Lustzentrum mit unerwarteten Genüssen stimulieren können.

Der Weg zur Liebe führt durch den Magen

Nicht nur der Weg zur Liebe führt scheinbar durch den Magen. Auch der Schlüssel für eine gesteigerte Lust und ein gesteigertes Liebesleben soll lauf Gregory Berns, von der Emory University in Atlanta, durch unseren Gaumen angeregt werden.

Bei einer Studie fand er heraus, dass unser Gehirn positiv auf die überraschende Gaumenfreude reagiert. Dies ermittelte Berns, in dem er die Hirnaktivitäten der Testpersonen gemessen hat, während diese einen Geschmackstest unterzogen wurden.

Während des Versuchs, wurden den Testpersonen Proben in den Mund gespritzt. Diese Proben waren entweder reines Wasser oder ein süßer Fruchtsaft. Diese Spritzer wurden bei der ersten Versuchsreihe in einer bestimmten Abfolge verabreicht, so dass die Personen wussten, was sie als nächstes erwartet. Bei der zweiten Versuchsreihe wurde die Abfolge geändert und zufällig verabreicht.

Berns wollte damit beweisen, dass unser Gerin am stärksten auf den Geschmack reagiert, auf den er sich am meisten freut. Folglich sollten die Hirnaktivitäten am höchsten sein, wenn die Testperson wusste, wann sie das nächste Mal den Saft erhält.

 

Wie der Zufall so will

Die Aufzeichnung der Hirnaktivitäten während des Versuchs hat gezeigt, dass vor allem unser Lustzentrum stark auf die unerwarteten Genüsse anschlägt.

Wie häufig in der Forschung treten Dinge auf, die man im Voraus nicht erwartet hat. So auch bei dem genannten Versuch. Entgegen der Behauptung, dass unser Gehirn am meisten auf den geplanten Genuss reagiert, wurden die höchsten Ausschläge der Gehirnaktivitäten innerhalb des Nuceleus accumbens (dem Lustzentrum unseres Gehirns) bei dem unerwarteten Genuss des Saftes gemessen. Nach dieser Erkenntnis formulierte Bern seine Schlussfolgerung um: „Das bedeutet, dass das Gehirn unerwartete Genüsse eher belohnt als erwartete, und das möglicherweise unabhängig davon, welchen Geschmack die Leute am meisten mögen.“

 

So belohnen wir uns selber!

Ähnlich wie beim Essen oder beim Sex schüttet unser Gehirn mittels des Nucleus accumbens, welcher Teil des körpereigenen Belohnungssystems ist, Dopamin aus. Das Dopamin ist der Botenstoff, welcher freigesetzt wird, damit wir Glücksgefühle empfinden. Dieses Verhalten zeigen wir auch in jegliche Form der von Süchten. Der Belohnungsprozess, welcher in uns vorgeht, wenn wir unserer Sucht nachgehen, ist der Gleiche. So zielt Berns mit der Veröffentlichung seines Ergebnisses damit ab, einen Grundstein für die Erforschung von Suchtkrankheiten gelegt zu haben.

 

Fazit

Wir können diese unerwartete Erkenntnis perfekt für unseren Alltag und unser Liebesleben adaptieren. Warum nicht einmal den Partner mit vollkommen neuen Geschmäckern überraschen und mit etwas Glück und etwas Wissenschaft, kann daraus eine unvergessliche Nacht entstehen.

 

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