Wieso zu viel Salz riskante Folgen für deinen Körper haben kann!

Die meisten Menschen nehmen täglich größere Mengen Salz zu sich, als empfohlen. Schuld daran ist unter anderem die Lebensmittelindustrie. Wir nehmen das im Essen versteckte Salz kaum bewusst war.

Vor allem in Fertigprodukten, Nudeln, Wurstwaren und Milchprodukten versteckt sich reichlich Salz. Du fragst dich, warum Lebensmitteln Salz hinzugefügt wird? Nun ja – Salz macht süchtig. Wer einmal eine Tüte Chips aufgemacht hat, kann diese nur mit sehr starkem Willen beiseitelegen. Darüber freut sich natürlich der Produzent. Der Grund dafür ist unter anderem das darin enthaltene Salz.

Warum uns Salz so gut schmeckt, hängt unter anderem damit zusammen, dass vor rund 2 Millionen Jahren Salz nicht so einfach bekömmlich war wie heutzutage und eine Rarität und wertvolle Handelsware war. Unser Körper ist heute immer noch so programmiert, dass er seinen Salzhaushalt auffüllt, wenn er kann. Wird dem Körper folglich Salz zugeführt, wird im Gegenzug das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet – auch wenn dies in schädlichen Mengen passiert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, eine tägliche Aufnahme von rund 5 g Salz nicht zu überschreiten. Größere Mengen können sich gesundheitsschädlich auswirken. Der Durchschnittsdeutsche nimmt jedoch pro Tag nicht selten 10 g oder mehr zu sich. Bei normaler Ernährung ist ein Salzmangel nahezu unmöglich. Lediglich bei extremer körperlicher Aktivität, starkem Durchfall oder Erbrechen kann es zu einem vorübergehenden Mangel an Natrium und Chlorid im Körper kommen.

 

Was macht Salz so schädlich?

Eine häufige Folge von einer erhöhten Salzaufnahme sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch die übermäßige Aufnahme kommt es in den menschlichen Zellen zu einem Konzentrationsgefälle. Dies bedeutet, dass die Salzkonzentration außerhalb der Zelle höher ist, was aufgrund des osmotischen Drucks zu einer Austrocknung der Zelle führen kann.

Dadurch, dass das Salz die Blutfettwerte im Körper verschlechtert, werden das Herz und die Nervenzellen zusätzlich belastet.

Der Salzgehalt in unserem Körper wird durch Hormone geregelt. Wenn wir unserem Körper zu viel Salz zufügen, wird dieses von den Nieren ausgeschieden. Ein zu hoher Salzkonsum geht nicht nur mit einem unbedeutend großen Wasserverlust einher, sondern belastet zudem auf Dauer die Nieren.

Durch zu viel Salz im Körper kann es zu einer Unterversorgung und Schädigung der Nieren kommen.

Je mehr Salz im Körper ist, desto größer muss auch die zur Verfügung stehende Flüssigkeitsmenge sein. Wenn dann auch noch zu wenig getrunken wird, können Gefäßverengungen durch den Wassermangel entstehen, wodurch wiederum der Blutdruck steigt. Die Folge von zu hohem Bluthochdruck können ein Herzinfarkt oder Schlaganfall sein.

 

Unser Körper braucht Natrium

Natrium ist lebenswichtig für unseren Körper – aber nicht unbedingt Speisesalz!

Der Körper kann Natrium nicht selbst bilden, weshalb es über die Nahrung aufgenommen werden muss. Zu wenig Salz kann ebenfalls gefährliche Folgen haben.

  • Natrium ist für die Regulierung des Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushaltes zuständig, welcher die Grundlage für einen gut funktionierenden Stoffwechsel ist.
  • Zudem wird die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln geregelt.

Fehlt es dem Körper an Salz, kann ein Flüssigkeitsmangel die Folge sein, welcher mit Kopfschmerzen und Müdigkeit verbunden sein kann. Zudem kann die Informationsweiterleitung im Gehirn eingeschränkt sein. Ein chronischer Salzmangel kann die Festigkeit der Knochen verringern, wodurch Osteoporose und Knochenbrüche aufkommen können.

Du solltest Salz deswegen nicht komplett aus deinem Speiseplan streichen, sondern Salz mäßig konsumieren und täglich rund 3 g aufnehmen.

Obst und Gemüse ist stets ein guter Natriumlieferant!

Du kannst deinem Körper Natrium auch über ganz normale Lebensmittel zuführen. Obst, Gemüse, Getreide und Nüsse enthalten Natrium. Und zwar in weitaus geringeren Mengen, als wir gewöhnlich mit Salz zu uns nehmen. Man könnte dies auch als Zeichen der Natur deuten, dass der menschliche Organismus den Mineralstoff überhaupt nicht in großen Mengen benötigt, sondern moderate Mengen vollkommen ausreichen.

 

Lebensmittel sind natürliche Natriumquellen

Wenn mit den täglichen Lebensmitteln Natrium aufgenommen wird, ist eine Aufnahme von 3 g Salz nicht notwendig. Wie viel zusätzliches Salz man zu sich nehmen sollte, hängt von der Ernährungsweise und der Wahl der Nahrungsmittel ab. Wenn du mehrheitlich Hülsenfrüchte, gekochtes Gemüse, Getreide, Salat und Obst zu dir nimmst, dann nimmst du mit diesen Lebensmitteln ca. 0,2 g Natrium zu dir. Du kannst also nachsalzen. Wenn du jedoch auf natriumreiche Lebensmittel achtest, musst du weitaus weniger nachsalzen.

In der steinzeitlichen Epoche lebten Menschen weit entfernt vom Meer und konnten auch ohne Salz gut überleben und sich mit lebenswichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen versorgen. Auf dem täglichen Speiseplan standen weniger Kuchen, Weißbrot, Konserven, Alkohol und Milch. Stattdessen wurden vermehrt Früchte, Nüsse und Wildpflanzen und Kräuter gegessen.

Vor allem Wildpflanzen und Kräuter enthalten reichlich Mineralien und Spurenelemente, sodass diese kein zusätzliches Salz benötigen.

Zu natriumhaltigen Lebensmitteln gehören unter anderem:

  • Spinat mit 65 mg
  • Mangold mit 90 mg
  • Karotten mit 60 mg
  • Knollensellerie mit 77 mg

Wenn du weniger Salz zu dir nehmen möchtest, solltest du nur selten Fertigprodukte, Salzgebäck und Konserven essen, da diese besonders viel Salz enthalten.

Leider kochen wir viel zu oft unser Gemüse, wobei Mineralstoffe verloren gehen und entfernen die mineralstoffreichen Randschichten von Reis und Getreide. Wenn du häufig selbst kochst und auf frische Zutaten setzt, kannst du deine tägliche Salzzufuhr besser kontrollieren. Statt Salz können Kräuter und Gewürze deinen Gerichten den gewissen Pfiff verleihen. Denke daran, ausreichend zu trinken, um überschüssiges Salz auszuscheiden. Empfehlenswert sind vor allem natriumarme Getränke und natriumarmes Mineralwasser.

 

Verwende natürliches Salz statt industriell verarbeitetes Kochsalz

Wenn du deine Speisen mit Salz würzen möchtest, dann achte darauf, natürliches Salz zu verwenden. Dieses enthält neben Natriumchlorid noch weitere Mineralstoffe und Spurenelemente. Industriell verarbeitetes Kochsalz hingegen schadet aufgrund der zugesetzten Chemikalien.

Natürliches Salz ist um ein Vielfaches gesünder als industriell hergestelltes Salz.

Verwende naturbelassenes Salz der Urmeere wie Steinsalz oder Kristallsalz und Meersalz oder Fleur de Sel aus den Ozeanen, welche einen hohen Anteil an Magnesium und Calcium enthalten.

Kochsalz bzw. Speisesalz, welches im Supermarkt verkauft wird und vorzugsweise von der Lebensmittelindustrie in Fertigprodukte gepackt wird, wurde industriell verarbeitet, gebleicht und bei hohen Temperaturen gesiedet und raffiniert (gereinigt). Es enthält keine Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium und auch keine Spurenelemente mehr, sondern besteht nur noch aus Natriumchlorid und enthält zudem verschiedene Chemikalien.

Kochsalz enthält unter anderem Jod- und Fluorverbindungen, welche vermeintlich zur Prophylaxe von Karies und Schilddrüsenerkrankungen dienen sollen.

 

 

 

 

 

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