Ersatz für den Zucker? Die 8 gesündesten Süßungsmittel

Süß, wir haben es gerne süß. Egal ob der gesüßter Kaffee oder Tee am Morgen, die Marmelade auf dem Brot oder einfach die kleine süße Nascherei zwischendurch. Fast alles was wir an süßen Speisen finden, enthält Zucker oder ähnlich chemischen Süßungsmittel. Doch auch in Softdrinks und vielen verarbeiteten Lebensmitteln und Fertiggerichten findet man zu große Mengen an Zucker. Wäre es an dieser Stelle nicht schön, wenn es Alternativen für den industriell hergestellten Zucker gäbe, welche bestenfalls genauso gut schmeckt und dann auch noch natürlich und gesund ist? Wie wäre es denn, wir Dir erzählen, dass es den gibt! Und nicht nur gleich eine Variante davon. In diesem Artikel stellen wir euch einmal die acht besten Optionen zu dem herkömmlichen Zucker vor.

Der ungesunde Zucker – Ein Ersatz muss her!

Der Zuckerkonsum ist ein sehr umstrittenes Thema, denn wie wir alle wissen, ist Zucker nicht sonderlich förderlich für unsere Gesundheit. Doch in der heutigen Gesellschaft und Lebensmittelproduktion ist es besonders schwierig dem Zucker in seinem Alltag komplett zu entkommen. Er befindet sich in nahezu jedem Lebensmittel, welches wir im Supermarkt kaufen können und sogar fälschlicherweise für gesund erachten. Die häufigsten Zuckerfallen, welchen wir in unserem regulären Wocheneinkauf begegnen wären zum Beispiel: Fruchtjoghurt (selbst in der Low-Fat-Variante enthalten diese Unmengen an Zucker), Softdrinks (wie Cola und Ähnliches) oder auch fertig verarbeitete Fruchtsäfte sind mit großen Mengen an Zucker versetzt.

Doch warum ist ein hoher Zuckerkonsum eigentlich so schädlich und warum sollten wir auf bestenfalls natürliche Alternativen ausweichen?

Der Zucker, wie wir ihn kennen und zum süßen unseres Kaffees oder Tees benutzen, ist alles andere als gut für unsere Gesundheit. Es wurde schon oft nachgewiesen, dass ein Zuckerkonsum die unterschiedlichsten Krankheiten begünstigt, wie zum Beispiel Diabetes, Bluthochdruck oder Rheuma. Dazu kommt noch, dass er die Entwicklung unserer Kinder in den wichtigsten Entwicklungsjahren beeinträchtigt, chronische Erkrankungen, Allergien und Asthma hervorrufen und unterstützen kann. Studien gehen sogar soweit, dass sie nachweisen konnten, dass ein zu großer Zuckerkonsum mit Krankheiten wie Tinnitus, Alzheimer oder sogar Parkinson in Verbindung gebracht werden können. Einige Studie konnten sogar nachweisen, dass Zucker die Ausbreitung von Krebszellen unterstützt. Es gibt unzählige Gründe, warum wir den Zucker aus unserem Ernährungsplan streichen sollten und auf eine Alternative zurückgreifen sollten, wenn dir dennoch den süßen Geschmack haben wollen, doch geht das so einfach?

Tatsächlich gibt es weitaus mehr Varianten an Süßungsmitteln, als manch einer glauben mag und diese sind bestenfalls noch gesund und natürlich!

 

Variante Nr. 1 – Stevia (Extrakt oder Blätter)

Jeder kennt es mittlerweile, Stevia. Stevia gehört zu den Süßstoffen und ist nun bereits weit verbreitet und wird sogar von Herstellern zur Verarbeitung von Produkten verwendet. Das Gute an Stevia ist, es ist einerseits natürlich, warum es schon einmal keine Chemikalien beinhaltet und andererseits, hat es keine negativen Veränderungen des Blutzucker– und Insulinspiegels zur Folge. Ebenfalls wird die Bauchspeicheldrüse nicht belastet. Dadurch das der Blutzuckerspiegel reguliert bleibt, entfällt das Risiko von Diabetes direkt von vorne herein. Steviaxtrakt selbst ist rund 300mal süßer als herkömmlicher, weswegen bereits geringe Mengen ausreichend sind. Ebenfalls kann je nach Anwendungszweck direkt auf die Steviablätter selbst zurückgegriffen werden. Diese eignen sich besonders gut (genauso wie das Steviaextrakt in Tablettenform) zum Süßen von Getränken und bieten dazu noch eine gesunde Alternative zu anderen Zuckervarianten wie Vollrohr- oder Kokosblütenzucker.

Bei der Steviapflanze handelt es sich mittlerweile um die bekannteste Art an Zuckerersatz, welche aus noch besonders gesund ist.

Bei den Tabs, welche wir meist für den Kaffee benutzen, handelt es sich nicht um natürliches Stevia, sondern viel mehr um die isolierten Süßungsstoffe. Die natürlichen Blätter lassen sich entweder in getrockneter oder gar frischer Form direkt mit dem Tee aufbrühen und verleihen diesem einen idealen Geschmack. Zur Verarbeitung in Kuchenrezepten oder ähnlichem wird es wiederum ein wenig schwieriger. Reines Stevia selbst, lässt sich zunächst einmal nicht gut dosieren, weswegen bei der Herstellung von Stevia-Produkten oftmals noch weitere Zusatzstoffe wie Eryhrit beigemischt werden. Dadurch wird die Konsistenz des Produktes verändert und ähnlich dem Zucker angepasst. Dadurch lässt er sich besser zur Verarbeitung verwenden. Wer jedoch auf solche extra Zusatzstoffe verzichten möchte, sollte genauestens einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen.

Durch die natürliche Form des Stevia eignet es sich besonders gut für Diabetiker und Zuckerkranke.

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Variante Nr. 2 – Xylit

Bei dem Xylit handelt es sich ebenfalls um ein pflanzliches Süßungsmittel. Gewonnen wird es zur heutigen Zeit meist aus den Resten von Maiskolben, jedoch stammt es grundsätzlich aus Birkenholz, weswegen es auch unter dem Namen Birkenzucker oder Xylitol bekannt ist. Es gehört zu den Zuckeraustauschstoffen ähnlich wie andere Mittel dieser Kategorie (Sorbit, Mannit, Erythrit) und ist damit kein künstlich hergestellter Zuckerersatz, sondern basiert rein auf pflanzlichen Rohstoffen.

Aufgrund seiner pflanzlichen Basis ist Xylit ähnlich wie Stevia nicht gesundheitsschädlich und hat keinen negativen Einfluss auf den Insulin- oder Blutzuckerspiegel. Gleichermaßen konnte dem Xylit bereits in unzähligen Studien nachgewiesen werden, dass es besonders gut für die Gesundheit der Zähne ist und Karies, Zahnfleischprobleme und sogar Zahnbeläge vorbeugt. (1)

Des Weiteren handelt es sich bei dem Xylit sogar um einen körpereigenen Stoff, denn dieses wird in kleinen Mengen (bis zu 15 Gramm) im menschlichen Organismus hergestellt, während wir den Prozess des Energiestoffwechsels durchlaufen. Dazu muss man noch erwähnen, dass Xylit der Einzige alle Zuckeraustauschstoffe ist, welcher vom Körperselbst hergestellt wird. Dennoch besitzt das Xylit auch negative Eigenschaften, welche auf jeden Fall erwähnt werden sollten. Für uns Menschen kann eine zu hohe Dosierung des Ersatzstoffes eine abführende Wirkung nach sich ziehen. Es heißt, die empfohlene Menge für den Menschen sind ca. 0,5 Gramm pro Kg Körpergewicht. So viel zu dem Menschen. Doch auch für die Tierwelt ist das doch eigentlich gute und natürliche Süßungsmitteln nicht das Beste. Entgegen der nichtsteigernden Wirkung des Insulinspiegels beim Menschen, bewirkt es bei Hunden genau das Gegenteil und lässt den Insulinspiegel förmlich in die Höhe schießen. Was bei einer zu großen Dosierung gesundheitsschädliche Folgen haben kann, bis hin zum Versterben des Tieres.

 

Variante Nr. 3 – Kokosblütenzucker

Anders als viele der in diesem Artikel genannten Zuckerersatzmittel handelt es sich bei dem Kokosblütenzucker viel mehr um einen natürlichen Zucker, welcher weder raffiniert oder verarbeitet ist. Der Blütenzucker wird aus dem Blütennektar der Kokospalme selbst gewonnen. Dieser Nektar wird anschließend eingedickt, getrocknet und gemahlen. Somit gleicht er eher einem natürlichen Zucker, allerdings nicht vom Geschmack. Auch wenn dieser Kokosblütenzucker eins zu eins mit dem raffinierten Zucker ausgetauscht werden kann, ist er jedoch weniger süß und erinnert einen eher an den Geschmack von Karamell als an Zucker.

Kokosblütenzucker schmeckt anders als der herkömmliche Zucker eher nach Karamell. Das macht die Anwendungsbereiche ein wenig spezifisch.

Die beste Eigenschaft des Kokosblütenzuckers jedoch ist, er besitzt einen besonders niedrigen glykämischen Index (GI), was so viel bedeutet wie: Beim Verzehr des Zuckers, bleibt der Blutzuckerspiegel weitestgehend konstant. Lediglich kleine Anstiege können aufgrund des niedrigen GI verzeichnet werden. Dies vermeidet unnötig starke Blutzuckerschwankungen, welche besonders fördernd sind für Entzündungen und andere Blutzuckererkrankungen. Der niedrige GI ist nicht die einzige positive Eigenschaft des Kokosblütenzuckers. Dieser ist zeitgleich auch noch frei von schädlicher Fructose, weswegen er ein perfekter Ersatz ist für den herkömmlichen Haushaltszucker.

 

Variante Nr. 4 – Rotes Bananenpulver

Eines der eher exotischeren Zuckerersatzmittel bietet das rote Bananenpulver. Es mag zwar nicht das typischste Mittel sein, dafür ist es eines der Gesündesten! Dieses wird ohne jedwede Hitzeeinwirkung hergestellt, was dafür sorgt, dass es seine guten Inhaltsstoffe vollkommen beibehält und quasi in Rohkostqualität vorliegt.  Dieser Herstellungsprozess sorgt dafür, dass es weiterhin reich an dem Mineralstoff Kalium, pflanzlichen Protein (ca. 8%), Ballaststoffen (ca. 6%) und Beta-Carotin ist.

Ein kleines Manko hat das doch so gesunde Pulver doch, der Geschmack. Es ist und bleibt einmal Pulver, welches aus Bananen gewonnen wird und behält ebenso diesen Geschmack bei. Dies muss allerdings nicht zwingend ein Nachteil sein, denn der Bananengeschmack lässt sich zum Beispiel perfekte zum Süßen von Kuchen, Smoothies, Desserts, Müslis oder anderen Speisen, welche man mit der leckeren Frucht verbinden kann, verwenden.

 

Variante Nr. 5 – Datteln

Datteln? Ja genau, die Datteln. Datteln kann man in vielerlei Hinsicht als Zuckerersatz verwenden. Zunächst einmal kann sagen, dass Trockenfrüchte generell ein guter Ersatz für Zucker sind, wenn es darum eine gewisse Süße an den Smoothie oder das köstliche Mahl zu zaubern. Jedoch muss man dabei bedenken, dass die meisten Trockenfrüchte einen doch eher penetranten und überdeckenden Eigengeschmack haben und den gewünschten Geschmack überdecken oder gar verändern können. Ganz anders dahingehend, ist der doch eher leichtere Geschmack der Dattel.

Unerwartet aber nützlich! Die Dattel ist eine äußerst leckere und hilfreiche Frucht, wenn es zum Zuckerersatz kommt.

Wie bereits gesagt, kann die süße Frucht in unterschiedlichster Weise verwenden. So kann man sie entweder als Frucht selbst verwenden und einfach beim Zubereiten des Getränkes oder der Mahlzeit mit in den Mixer tun und im Teig verarbeiten oder man stellt einen Sirup aus der Dattel her. Dazu die Frucht einfach im Mixer mit etwas Wasser zerkleinern und mischen, bis eine dickflüssige, breiige Masse entsteht. Dies kann zur weiteren Verwendung einfach als Süßungsmittel zu den anderen Zutaten beigemischt werden.

 

Variante Nr. 6 – Ahornsirup

Allseits bekannt und besonders lecker in Kombination mit Desserts oder Kuchen – Der Ahornsirup.

Eine weitere Art des sirupartigen Zuckerersatzes ist der allseits bekannte Ahornsirup. Bei dieser Art des Zuckerersatzes muss man allerdings von vorne herein sagen, dass es einer der weniger positiven natürlichen Ersatzmittel ist. Zwar ist der Ahornsirup deutlich besser als der raffinierte Zucker, welcher doch sehr schädlich für unseren Körper ist, dennoch allerdings beeinflusst er den Blutzuckerspiegel dennoch. Dennoch weißt er nur einen geringen Grad an schädlicher Fructose auf, was es ihm dennoch ermöglicht auf die Liste des gesunden Zuckerersatzes zu kommen. Wie bei vielen anderen der natürlichen Ersatzmittel hat auch der Ahornsirup einen doch sehr eigenen und spezifischen Geschmack, was in nicht ideal für jede Situation macht. Er lässt sich ebenfalls wie das Bananenpulver perfekt zu Kuchen, Desserts, Smoothies, zur Herstellung von Marmelade oder Gebäck verwenden.

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Variante Nr. 7 – Yacon (Smallanthus sonchifolius)

Kommen wir nun zu einem eher sehr spezifischen und doch noch sehr unbekannten Süßungsmittel, der Yaconwurzel. Dies Wurzel entstammt Südamerika wo sie bereits seit unzähligen Jahren primär als Heil- und Nährpflanze verwendet wird. Ihr werden unzählige heilende Eigenschaften zugesprochen (darunter auch eine positive Wirkung bei Diabetes) und die Eingeborenen schwören auf diese Eigenschaften. Bis lang hat sie jedoch noch nicht ihren Weg nach Europa gefunden, zumindest nicht komplett. Dies liegt primär an den strengen Auflagen, welche hier herrschen gegenüber neuartigen und nicht ausreichend erforschten Nahrungsmitteln. Bis lang ist es nur in zwei unterschiedlich verarbeiteten Formen in Deutschland erhältlich. Als Pulver und als Sirup. Doch selbst in dieser verarbeiteten Form ist die Yaconwurzel äußerst gesund und lecker. Zwar ist sie vom Geschmack deutlich weniger süß als der uns bekannte Zucker oder anderen Ersatzmitteln, was ihr jedoch keine Attraktivitätspunkte abschlägt, denn wie bereits gesagt, ist die kleine Wurzel, welche eher an eine Süßkartoffel erinnert äußerst gesund!

In Europa ist die kleine Yaconwurzel, welche äußerst gesundheitsfördernd ist, noch unbekannt. In Südamerika wird sie bereits seit Jahrzehnten für die unterschiedlichsten Heil- und Nahrungsmittel verwendet.

So ist die kleine Wurzel, ganz egal in welcher Form, ein perfekter Lieferant für die Fructooligosaccharide. Fructooligosaccharide sind kleine probiotische aber süßschmeckende Ballaststoffe, welche der Wurzel zum einen den süßlichen Geschmack verleihen und zum anderen diese auch so gesund macht. Tatsächlich besteht die Wurzel aus rund 50 Prozent Fructooligosaccharide, weswegen sie so außerordentlich gesund ist für uns Menschen. Durch den hohen Ballaststoffanteil, ist sie äußerst gut für die Darmflora und unser Verdauungssystem. Zudem sind die Fructooligosaccharide zwar als Kohlehydrate bekannt, jedoch muss man dazu sagen, dass diese nicht löslich sind und dadurch weder ins Blut gelangen noch den Blutzuckerspiegel oder das Gewicht erhöhen. Ähnlich wie der Kokosblütenzucker hat auch die kleine Wurzel einen niedrigen glykämischen Index (GI).

Dazu kommt, dass die Yaconwurzel reichhaltig an wichtigen Mineralstoffen ist. So enthält sie große Mengen an Calcium, Kalium und Eisen! Bedingt durch die niedrige Kalorienzahl und den niedrigen GI eignet sich die Wurzel besonders gut als Zuckerersatz für Diabetiker und Blutzuckerkranke. (2)

 

Variante Nr. 8 – Palmzucker

Der Palmzucker ist vergleichbar ähnlich dem Kokosblütenzucker. Beide sind gesund und lassen sich dennoch perfekt zum Süßen verwenden.

Der Palmzucker kommt dem Kokosblütenzucker in seiner Konsistenz, Geschmack (Karamell) und auch in der Art wie er gewonnen wird sehr gleich. Er wird ebenfalls aus Blütennektar bestimmter Palmenblätter gewonnen und auf sehr ähnliche Weise hergestellt. Ebenso besitzt er für einen Zuckerersatz einen verhältnismäßigen niedrigen GI von 40. Studien zur Folge ist der Palmzucker besonders reich an wichtigen Mineralien, besonders reich an Eisen. Ebenfalls ist diese Art des Zuckerersatzes besonders gut geeignet für Diabetiker, wenn es dazu kommt den Blutzuckerspiegel auf einem neutralen Level zu halten.

 

Fazit

Möchte man also nicht auf seine tägliche Süßigkeit, süße Speise oder sein süßes Getränk verzichten, so sollte man der Gesundheit zur Liebe sich einmal nach gesünderen Optionen umschauen. Diese gibt es tatsächlich in verschiedenen Formen und diese sind auch noch natürlich. Einige davon sind nicht nur nicht gesundheitsgefährdend, sondern gleich auch noch förderlich für unsere Gesundheit.

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