Fakt: Zucker während der Schwangerschaft schadet der Entwicklung und Gesundheit des Kindes!

Das Thema mit dem Zucker ist ein weit Umstrittenes. Wenn wir an Zucker denken, dann verbinden wir immer gleich schlechte Eigenschaften damit, Übergewicht oder diverse Krankheiten. Dies kommt natürlich auch nicht von ungefähr, denn schließlich sollten wir Menschen nur eine gewisse Menge an Zucker pro Tag zu uns nehmen, was in den meisten Fällen allerdings unmöglich ist, dies einzuhalten. Doch ist denn auch tatsächlich jede Art des Zuckers schlecht für uns? In den meisten Fällen, wenn man über die schlechten Eigenschaften von Zucker spricht, dann ist der der industriell hergestellte Zucker gemeint, welche sich in fast allen unserer Lebensmittel befindet.

Doch abgesehen von der Tatsache, dass wir uns selbst mit zu großem Zuckerkonsum schaden, konnte herausgefunden werden, dass ein zu großer Zuckerkonsum während der Schwangerschaft verheerende Folgen für unsere Kinder haben kann! Forscher fanden heraus, wenn Frauen während der Schwangerschaft zu viel Zucker konsumieren, kann sich dies negativ auf das Gehirn, die kognitiven Fähigkeiten, sowie das Lern- und Erinnerungsvermögen des Ungeborenen auswirken. Ferner können auch gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Allergien und Asthma des Kindes begünstigt werden, durch den Konsum von Zucker oder zuckerhaltigen Getränken in der Schwangerschaft.

Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten des Kindes, durch zu hohen Zuckerkonsum!

Zucker hat viele negative Eigenschaften und schlechte Auswirkungen auf unsere Gesundheit, dessen sind wir uns alle bewusst. Doch Studien zeigen nun, dass Zucker besonders schlecht für die Gesundheit unserer Kinder ist. Eine Studie, welche an der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston durchgeführt wurde, beweist, dass ein Zuckerkonsum der Mutter während der Schwangerschaft negative Folgen auf die Entwicklung des Kindes hat. (1)

Nicht nur Rauchen oder das Trinken von Alkohol kann negative Einflüsse auf die Entwicklung unseres Ungeborenen haben. Gleichermaßen hat ein zu großer Zuckerkonsum während der Schwangerschaft dramatische Folgen für die Entwicklung des Kindes.

So wurde zunächst das Essverhalten der teilnehmenden Frauen während der Schwangerschaft überprüft. Insgesamt haben 1000 Frauen an der Untersuchung teilgenommen. Nachdem die Kinder geboren waren, wurde die Ernährung in den jüngsten Jahren ebenfalls untersucht. Zu guter Letzt sind die Kinder auf ihre Entwicklung besonders auf die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten untersucht worden im Alter zwischen drei und sieben Jahren. Dabei konnte eine starke Korrelation zwischen einem hohen Zuckerkonsum und einer schlechten Entwicklung des Kindes festgestellt werden.

Sie kamen zu dem Entschluss, dass:

  • Das verbale Erinnerungsvermögen ebenso wie die non-verbale Intelligenz (kognitive Entwicklung der Kinder) deutlich schlechter war, je mehr Zucker von den Müttern während der Schwangerschaft konsumiert wurde. Dabei handelt es sich primär um die Menge an konsumierten zuckerhaltigen Getränken! Ein direkter Vergleich konnte zu den Kindern gezogen werden, deren Mütter während der Schwangerschaft wenig Zucker konsumiert haben.
  • Sie kamen zu dem Entschluss, je mehr zuckerhaltige Getränke konsumiert wurden, desto mehr negativen Einfluss hatte dies auf verschiedenen entwickelte Fähigkeiten, darunter litten sie an deutlich schlechter entwickelten visuell-räumlichen und visuell-motorischen Fähigkeiten, welche im Alter von drei Jahren besser ausgeprägt sein sollten. Gleichermaßen waren die verbalen Fähigkeiten (die Aussprache) im Alter von sieben Jahren, deutlich hinter dem Stand der anderen Kinder.
  • Die Einschränkung der verbalen Intelligenz wurde deutlich sichtbar, als die Kinder verbale Aufgaben lösen mussten. Das Ergebnis: Je mehr Zucker von den Müttern konsumiert wurde während der Schwangerschaft, desto schlechter schnitten die Kinder ab und desto schlechter erscheint die Ausbildung der Sprachfähigkeiten.

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Ebenso konnten die Forscher eine weitere Entdeckung machen. Es konnte festgestellt werden, je mehr Zucker die Kinder selbst (meist in Form von gesüßten Getränken) konsumierten während der Entwicklungsjahre, desto schlechter waren dessen kognitive Fähigkeiten ausgebildet. Nach dieser Erkenntnis stellten sich die Forscher einer weiteren Fragestellung. Wie sieht es denn mit dem Obst aus? Wirkt sich der Fruchtzucker gleichermaßen auf die Entwicklung und Gesundheit der Kinder aus?

 

Schadet Obst während der Schwangerschaft der Entwicklung des Kindes?

Bekanntlich ist Obst ja gesund und reich an Vitaminen, welche förderlich für unsere Gesundheit sind. Doch dies ist ja leider noch nicht alles, Obst enthält auch ebenso eine Art des Zuckers. Fruchtzucker. Ist dieser genauso schädlich für unsere Kinder wie industriell hergestellter Zucker? Die Antwort ist ‚nein’! Im Gegenteil. In ebengleicher Studie untersuchten die Forscher die Auswirkungen von dem Obstkonsum auf die Entwicklung der Kinder. Erhielten die Kinder viel frisches Obst im Alter von 1 bis 3 Jahren, so konnte sogar nachgewiesen werden, dass die kognitiven Fähigkeiten in vielen Bereichen besser entwickelt waren als bei jenen, die kein Obst bekommen haben. Dies gilt allerdings nicht für Fertigfruchtsäfte oder Softdrinks. Dies liegt a der Zusammensetzung, denn frisches Obst ist gesund und besteht neben dem Fruchtzucker zu großem Teil aus Wasser. Anders jedoch die Fertigsäfte und Softdrinks, welche zum Großteil aus Wasser und industriell hergestelltem Zucker bestehen.

 

Zucker während der Schwangerschaft schadet nicht nur der Entwicklung des Kindes!

Abgesehen von den bekannten Nebenwirkungen wie Adipositas (Übergewicht), Blutzuckererkrankungen, Bluthochdruck oder Diabetes, welche auftreten können, wenn man selbst zu viel Zucker konsumiert, konnten Forscher eine weitere erschreckende Entdeckungen machen. Innerhalb einer Studie konnten sie feststellen, dass neben den bereits beschriebenen negativen Auswirkungen auf die Entwicklung, ein zu hoher Zuckerkonsum während der Schwangerschaft, der Gesundheit unseres Kindes schadet. Dabei stellten sie fest, dass ein ungesundes, zuckerreiches Essverhalten der Mütter, die Anfälligkeit der Kinder an einer Allergie oder Asthma zu erkranken dramatisch steigert! Diese Studie wurde im vergangenen Juli 2017 im European Respiratory Journal. (2)

Zucker in seiner verarbeiteten Form hat viele negative Eigenschaften auf unsere Gesundheit, doch sollten wir tatsächlich die Gesundheit und Entwicklung unserer Kinder unnötig mit einer falschen Ernährung gefährden?

Es gibt unzählige Studien, welche aufzeigen, dass eine zuckerhaltige Ernährung der Kinder Allergien fördert und es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass insbesondere zuckerhaltige Getränke wie Limonaden das Risiko an einer Asthmaerkrankung zu erleiden, drastisch steigert. Während der Studie jedoch wurde das Essverhalten der Mütter mit der auftretenden Häufigkeit von Allergien der Kinder (im Alter von sieben Jahren) vergleichen. Bei den Allergien wurde die üblich auftretenden Hausallergien wie z.B. Hausmilben, Gräser oder Tierhaare von Katzen oder Hunden getestet. Gleichermaßen wurde auf die auftretende Häufigkeit von Asthma der Kinder getestet. Zwar konnten keine Besonderheiten in der Form der auftretenden Erkrankung festgestellt werden, jedoch bei der Häufigkeit. Die Forscher wiesen eine starke Korrelation zwischen hohem Zuckerkonsum in der Schwangerschaft und die Anzahl der erkrankten Kinder auf.

Dies wurde aus einem Vergleich sichtbar, welche die Forscher aus den teilnehmenden Gruppen zogen. Sie verglichen jene Mütter mit dem stärksten Zuckerkonsum (rund 20% der teilnehmenden Personen) mit dem den restlich verbliebenen Müttern. Ersichtlich wurde, dass die Kinder der Mütter mit starkem Konsum ein deutlich erhöhtes Risiko hatten (ganze 38% höheres Erkrankungsrisiko) an einer Allergie zu erkranken im Vergleich zu den verbleibenden Kindern. Ebenso stellten die Forscher fest, dass die betroffenen Kinder nicht nur an einer Art der Allergie erkrankt sind, sondern rund 73 Prozent der Kinder gleich an zwei oder mehr Allergien. In Hinsicht auf die Asthmaerkrankung waren die Zahlen sogar noch dramatischer. Das Erkrankungsrisiko lag hier bei sage und schreibe 101 Prozent, gefolgt von Heuschnupfen und andere krankheitsbedingten Ausbrüchen.

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Kein Zucker während der Schwangerschaft!

Kein Zucker während der Schwangerschaft wäre wohl der perfekte Rat und die Schlussfolgerung auf die Resultate der Studien. Doch dies ist natürlich nicht möglich, denn gerade der industriell hergestellte Zucker wird fast in allen nur erdenklichen Lebensmitteln verwendet zum Verbessern des Geschmacks und konservieren der Lebensmittel. Zucker befindet sich nun mal in weitaus mehr als nur in der Cola, als Süßungsmittel für unseren Kaffee oder Tee oder in den Süßigkeiten die wir verzehren. Ernährungsexperten raten dazu, für eine gesunde Ernährung sollten wir nicht mehr als 25 Gramm Zucker am Tag zu uns nehmen. Dies ist jedoch nicht realisierbar, wenn man häufig zu Fertigmahlzeiten oder Softdrinks greift. Oft lässt sich demnach ein Konsum von Zucker nicht komplett vermeiden.

Zwar ist es nicht leicht Zucker generell aus seiner täglichen Ernährung zu streichen, doch können bereits kleine Schritte, wie das Streichen von Softdrinks und Fertigfruchtsäften, einen großen Unterschied machen!

Aus diesem Grund sind wir dazu gehalten, besonders während der Schwangerschaft darauf zu achten, uns zuckerarm zu ernähren und anstatt der Fertigsäfte und -gerichte auf die frische Variante von Obst und Gemüse umzusteigen, um der Entwicklung und der Gesund unserer Kinder etwas Gutes zu tun. Außerdem sollte besonders während der Schwangerschaft darauf geachtet werden, Alternativen zum herkömmlichen Zucker zu verwenden.

 

Fazit

Wir können nicht ohne und auch nicht mit dem Zucker. Zumindest stimmt diese Aussage nur halb, denn ja wir benötigen Zucker zum Leben, allerdings nicht in der Form wie wir ihn kennen. Fruchtzucker aus frischem Obst kann sogar, nachweißlich die Entwicklung der Kinder fördern im direkten Vergleich zu dem herkömmlichen Zucker, welcher eher schädlich für die Entwicklung und die Gesundheit der Kinder ist. Doch nicht nur während der Schwangerschaft scheinen die Softdrinks einen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Kinder zu haben. Auch in den ersten Jahren der heranwachsenden Kinder, hat eine zuckerreiche Ernährung der Kinder einen großen negativen Einfluss auf die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten. Möchten wir unserem Kind etwas Gutes und die geistige Entwicklung dessen unterstützen, so sollten wir uns zweimal den Griff zu der ungesunden Cola überlegen.

 

 

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