Wieso eine ungesunde Lebensweise in unserer Jugend uns im Alter verfolgt

Man hört es immer häufiger in den Nachrichten und im Internet: Unsere Teenager und Kinder leben immer ungesünder. Fastfood, Übergewichtigkeit, mangelnde Bewegung und Sport oder bizarre Abnehmmethoden stehen an der Tagesordnung. Diese Einstellung zieht sich über die komplette Jungendzeit hinweg. Jetzt sollte man jedoch meinen, dass dies alles ein Ende hat, sobald sich das Bewusstsein unserer Kinder entwickelt und wir dem Erwachsenwerden entgegen schauen. Die Einstellung ändert sich und wir fangen an den Zusammenhang zwischen Ernährung/ unserer Lebensweise und dem Gesundheitszustand, welcher daraus folgert, zu sehen. Tatsächlich ist das nicht der Fall und wer einmal in dem Teufelskreis gefangen ist, kommt so schnell auch nicht mehr dort raus und dass macht die Betroffenen alles andere als glücklich.

Der schlechte Lebensstil der Jugend, auch wir Erwachsenen bleiben dabei!

Wissenschaftler der University of Minnesota fand heraus, dass wer einmal in seiner Jugend ungesund gelebt hat, dieses Verhalten auch nicht mehr so schnell loswird. In einer 15-jährigen Studie haben die Forscher das Verhalten von den Jugendlichen bis bin zum Erwachsenenalter analysiert und untersucht. Es ist nun einmal fakt, dass unsere Kinder einen ungesunden Lebensstil bevorzugen. Sie lieben Fast Food, mögen es faul auf der Couch zu lungern und drücken sich aktiv vor dem Sport. Eine Folge davon: Übergewicht.

Um die überschüssigen Kilos loszuwerden, wird versucht mit allen möglichen Mitteln und fragwürdigen Diäten den Speck von den Rippen zu bekommen, nur um danach dem alten Trott wieder zu verfallen. Der Teufelskreis schließt sich und das Verhalten wird über Jahre hinweg fortgeführt. Man braucht keine Forschungsergebnisse um eine Zukunftsprognose aufzustellen was die Gesundheit anbelangt. (1)

 

Eine Studie zeigt es: Ändern von Verhaltensmustern ist schwierig!

Innerhalb der Langzeitstudie konnten viele Verhaltensmuster beobachtet werden, welche von den Jugendlichen an den Tag gelegt wurde. Diese im späteren Alter jedoch immer noch bestanden. Teilweise wurden diese Muster in abgeschwächter Form noch immer verfolgt, teilweise waren sie aber auch noch ausgeprägter. Zusätzlich wurden die Verhaltensmuster noch weiterhin nach Geschlecht unterteilt, um einen direkten Vergleich zu ziehen.

 

1. Wenig Sport in der Jugend, noch weniger Sport im Alter

Einmal ein Sportmuffel, immer ein Sportmuffel. Die Verhaltensmuster aus der Jugend bleiben oftmals auch im Alter bestehen und so fällt es vielen schwer sich im späteren Leben für den Sport zu begeistern.

Während der Studie stellte sich heraus, dass die Forschungsteilnehmer, welche bereits in der Jugend schon wenig Sport trieben haben, noch weniger Sport im Alter ausgeübt haben. Bricht man dies einmal auf das Geschlecht runter, so haben rund 26,7 Prozent der Frauen und rund 16,5 Prozent der Männer in der Jugend keinen Sport betrieben. Diese Zahlen sind erschreckenderweise mit dem zunehmenden Alter ebenfalls gestiegen. So sind es nach Beendigung der Studie rund 40 Prozent der nun erwachsenen Frauen, welche keinen Sport treiben und rund 30 Prozent der ausgewachsenen Männer, die mit vollem Erfolg den Sport höchsten auf der Mattscheibe verfolgen.

 

2. Thema Ernährung: Die Fast Food-Falle schlägt zu!

Eine kontinuierliche falsche Ernährung bleibt an uns haften wie die Kilos die darauf hin folgen. Ernähren wir uns bereits in der Kindheit dauerhaft falsch, so legen wir diese Eigenschaft, wenn wir älter sind, nicht mehr so leicht ab.

Das Verhalten der Jugendlichen ist für manche nicht wirklich zu verstehen. Oftmals wird ein schneller Burger oder anderes Fast Food einer gesunden Ernährung vorgezogen. Man sollte meinen, dass beim Erwachsenwerden sich solche Verhaltensmuster prägnant oder komplett ändern sollte, sofern man sich einmal damit auseinandersetzt, was man so täglich zu sich nimmt. Erschreckenderweise mussten die Forscher ebenfalls hier feststellen, dass seine drastische Änderung nicht vorliegt. Zwar hat sich der Konsum von Fast Food unter den weiblichen Teilnehmern ein wenig verringert, im gleichen Zuge ist jedoch nahm der Konsum der Männer über die Jahre hinweg zu.

 

3. Mit zunehmenden Gewicht steigt auch die Unzufriedenheit

Einmal gefangen in dem Rhythmus, kommen wir so schnell nicht mehr davon los. Mit zunehmenden Alter und Gewicht, nimmt auch die Unzufriedenheit mit uns selbst zu. Schnell verfallen wir in eine Depression.

Verständlicherweise nahm die Zahl der übergewichtigen Teilnehmer mit den Jahren zu, da weder eine Änderung des Ernährungs- noch des Bewegungsmusters an den Tag gelegt wurden. So stiegen die Zahlen der übergewichtigen Frauen auf ein Dreifaches an und die der Männer verdoppelten sich. Nach einer Befragung stellte sich heraus, dass viele der Teilnehmer zugleich unzufrieden mit ihrem Aussehen waren. Durch die mangelnde Bewegung und die schlechte Ernährung verändert sich mit der Zeit das Aussehen ins Negative, was zu Folge hat, dass rund die Hälfte alle teilnehmenden Frauen und ca. ein Viertel der Männer, konstant unzufrieden sind.

Werden solche Muster nicht frühzeitig Erkannt und etwas aktiv gegen die Unzufriedenheit unternommen, kann dies schnell in einer schwerwiegenden Depression enden.

 

4. Das Resultat: Fragwürdige Abnehmmethoden

Ein Lösungsansatz des Problems, ist die frühzeitige Beratung im jugendlichen Alter. Je später wir es versuchen, desto schwieriger wird es, die Verhaltensmuster abzulegen.

Da die Verhaltensmuster nicht geändert werden könne und man unzufrieden mit seinem Körper ist, versuchten die Teilnehmer in den vergangenen Jahren mittels fragwürdigen und auch gesundheitsschädlichen Methoden, ihr Gewicht zu verringern. Selbst diese Methoden wurden lange Zeit verfolgt und nicht während des Erwachsenwerdens verbessert, verändert oder gar abgeschafft. Zum Einsatz kommen ungesunde Diätmittel, falsche Anwendungen, welche teilweise schwerwiegende Folgen haben können, oder schlichtweg die falschen Essgewohnheiten. Man sollte meinen, dass im Laufe der Zeit, solch falschen Muster auffallen und korrigiert werden sollten, was aber hier tatsächlich nicht der Fall ist. Wer es in der Jugend nicht gelernt hat, bleibt in der Regel dabei. Rund die Hälfte der Frauen und ca. 40 Prozent der teilnehmenden Männer, praktizieren falsche Abnehmtechniken oder folgend falschen Diätplänen.

 

Ein möglicher Lösungsansatz: Frühe Beratung

Das Resultat der langzeitlichen Studie stand nach sage und schreibe 15 Jahren fest und wurde schließlich im Fachjournal American Journal of Preventive Medicine veröffentlicht. Offensichtlich ist, dass eine starke Korrelation der Problematiken besteht. Übergewichtige Personen leiden oft einem akuten Bewegungsmangel und durch die falsche Ernährung schaffen sie es nicht abzunehmen. Der Kreislauf ist nie endet. Viel schwieriger ist jedoch, diesen einmal zu durchbrechen, wenn man bereits alt ist. Daher sollte ein definitiver Lösungsansatz der sein: Frühe Beratung der Jugendlichen.

Denn wenn der das Fehlverhalten frühzeitig erkannt wird und sich dieses nicht fest in den Köpfen unserer Kinder verankert, ist es möglich etwaige Verhaltensmuster zu ändern und in die richtige Richtung zu leiten. Somit lassen sich Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes, hoher Cholesterinspiegel, Depressionen als Folge der Unzufriedenheit oder schlichtweg die Fettleibigkeit, frühzeitig verhindern.

 

Fazit

Falsche Verhaltensmuster prägen uns bereits in der Kindheit und verleiten uns dazu diesen auch im Erwachsenenalter weiterhin zu folgen. Das kann verschiedene Krankheiten oder die einfache Unzufriedenheit mit sich selbst zur Folgen haben. In vielen Fällen lässt sich dieses Verhalten jedoch auch nicht aus eigener Kraft verändern. Aus diesem Grund geben Forscher den Tipp, ein rechtzeitiges Eingreifen während dem Heranwaschen, kann vieles besser machen.

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